Arkonaplatz
Der Arkonaplatz ist der zentrale Platz in der nördlichen Rosenthaler Vorstadt, einem Stadtviertel im Berliner Ortsteil Mitte, und liegt zwischen Granseer, Wolliner und Ruppiner Straße sowie der Straße Arkonaplatz.Geschichte
Der Arkonaplatz wurde ursprünglich als Platz C, Abt. XI gekennzeichnet. Der Platz wurde nach der Bauordnung aus dem Jahr 1853 und dem Hobrechtplan aus dem Jahr 1862 ab 1875 zu einem Wohngebiet ausgebaut. Am 9. Dezember 1875 wurde der Platz nach der Steilküste Kap Arkona auf Rügen benannt.
Anstelle der 1887 durch Herrmann Mächtig vorgenommenen Gestaltung als Schmuckplatz wurde der Platz 1918 durch Albert Brodersen mit einem Kinderspielplatz versehen. Der Platz entwickelte sich zu einem Viertel für arme Bevölkerungsteile. Im Zweiten Weltkrieg wurden von den über 4000 Wohnungen etwa 1000 zerstört.
In der DDR-Periode wurde der Platz ab den 1970er Jahren aufwändig wiederhergestellt und teilweise modernisiert und die Flächen umgestaltet. Dieser Prozess war 1984 abgeschlossen.
Stadtbild
Nach dem Ende der DDR entwickelte sich der Platz zu einem bevorzugten Wohngebiet für junge Familien. Kinder nutzen hier den großzügigen Spielplatz, Eltern die Gastronomie, die den Platz umgibt. Anders als Szeneviertel wie der Helmholtzplatz und vor allem der Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg sowie die durch Tourismus geprägten Gebiete der Spandauer Vorstadt im Mitte gilt der Platz jedoch als ruhiger und hat viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt.
In Fußentfernung befindet sich der Zionskirchplatz, die früher von der Berliner Mauer abgeschirmte Bernauer Straße mit dem Mauerpark und die durch Gastronomie und Einzelhandel geprägten Straßen Kastanienallee und Oderberger Straße in Prenzlauer Berg.
Flohmarkt
Über die Rosenthaler Vorstadt hinaus ist der Flohmarkt am Arkonaplatz bekannt. Ein Besuch dort wird von den Besuchern häufig mit einem Besuch auf dem Flohmarkt am Mauerpark weiter nördlich kombiniert. Die angebotene Ware unterscheidet sich jedoch in Eigenschaft und Preis und wird der Wohnbevölkerung gerecht.

