Arkanprinzip
Das Arkanprinzip (von lateinisch arcanum ? ?Geheimnis?) ist der Grundsatz, Kultbräuche und Rituale nur einem Kreis von Eingeweihten zugänglich zu machen und sie vor der Öffentlichkeit geheimzuhalten.Ursprung
Bereits in vorchristlicher Zeit existierte in Mysterienkulten eine Verpflichtung, Kultgebräuche geheim zu halten. Diese Tradition wurde durch das Christentum übernommen, so wurden bis in das 5. Jahrhundert vor Ungetauften die Taufe und das Taufbekenntnis, der Brauch des Abendmahls und das Vaterunser geheimgehalten.
Arkan-Disziplin
Der bis dahin in der Öffentlichkeit ungebräuchliche Ausdruck der ?Arkan-Disziplin? wurde erstmals 1962 von Jürgen Habermas abwertend auf die Geheimhaltungspraktiken der öffentlichen_Verwaltung angewandt und ist heute als polemischer Begriff in der politischen Auseinandersetzung um die Schaffung bzw. Erweiterung von Informationsfreiheitsgesetzen in Gebrauch.
Siehe auch
Arkanpolitik
Literatur
*Jürgen Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit. 5. Auflage, Neuwied und Berlin 1972.
*Bernd Lutterbeck: Die Europäische Informationsgesellschaft und das deutsche Amtsgeheimnis ? Abschied von einer heiligen Kuh des Obrigkeitsstaates? [http://ig.cs.tu-berlin.de/ma/bl/ap/044/lutterbeck_amtsgeheimnis1999.pdf Download]

