Aristolochiasäuren
* II:
| CAS = * I : 313-67-7
* II: 475-80-9
| Beschreibung =
| Molmasse = * I : 341,27 g·mol-1
* II: 311.25 g·mol-1
/'> Aggregat = fest
| Dichte =
| Schmelzpunkt = 260?265 sekundäre Pflanzenstoffe, die bislang in einer Vielzahl von Arten in den Pflanzengattungen Aristolochia _(Pfeifenblumen), Asarum _(Haselwurz), Saruma und Thottea, alle vier Gattungen aus der Familie der Aristolochiaceae _(Osterluzeigewächse), nachgewiesen wurden.
Derivate
Als Aristolochiasäuren werden auch verschiedene Derivate der Aristolochiasäure bezeichnet. Die drei Reste (R1, R2 und R3) können dabei Wasserstoff- Hydroxy- oder Methoxygruppen sein: PubChem: [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pccompound&term=aristolochic Aristolochiasäuren]
Vorkommen
Die Wurzeln der Osterluzei (Aristolochia clematitis) enthalten bis zu ein Prozent Aristolochiasäuren, während der Gehalt in den Blättern unter 0,1 Prozent liegt.
Verwendung
Verschiedene Aristolochiasäuren waren früher in einigen verbreiteten, vor allem aus der chinesischen Medizin stammenden, Schlankheitsmitteln sowie im Stärkungs-Tonikum Frauengold enthalten.
Toxikologie
Neben den karzinogenen Eigenschaften ist Aristolochiasäure stark nephrotoxisch (nierenschädigend). Trotz der gut dokumentierten Gefährdungspotentiale wird die Verbindung teilweise immer noch in Schlankheitspräparaten eingesetzt. In Deutschland sind seit 1981 alle Arzneimittel, die Aristolochiasäure enthalten, aufgrund eines Stufenplanverfahrens, verboten. Lediglich homöopathische Zubereitungen ab der Potenzstufe D11 dürfen noch in den Verkehr gebracht werden - diese sind praktisch jedoch kaum vorhanden.
Erwähnenswertes
Die Raupen einiger Faltergattungen aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae) haben sich auf Pflanzenarten aus den oben genannten Gattungen spezialisiert. Sie sind immun gegen die enthaltenen Giftstoffe und schützen sich auf diese Weise vor potentiellen Fressfeinden.
Quellen
Weblinks
• Toxische Inhaltsstoffe in chinesischen Arzneimitteln: Aristolochiasäure
• Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Pressemitteilung)
* Axel Wiebrecht: [http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/akupunktur/doi/10.1055/s-2000-8123 Aristolochia Nephropathy], Dt Ztschr f Akup 2000; 43: 187?197
• FDA Warns Consumers to Discontinue Use of Botanical Products that Contain Aristolochic acid, 11. April 2001
• FDA Concerned About Botanical Products, Including Dietary Supplements, Containing Aristolochic Acid, April 2001
• Health Canada advising not to use products labelled to contain Aristolochia, August 2001

