Ariadnefaden
Der Ariadnefaden war der griechischen_Mythologie zufolge ein Geschenk der Prinzessin Ariadne an Theseus. Mit Hilfe des Fadens fand Theseus den Weg durch das Labyrinth, in dem sich der Minotauros befand. Nachdem Theseus den Minotauros getötet hatte, konnte er mit Hilfe des Fadens das Labyrinth wieder verlassen. Der Hinweis für die Verwendung des Fadens stammte von Daidalos (deutsch: Dädalus), der auch das Labyrinth entworfen hatte.Auf dieser Geschichte beruht auch die Redewendung Jemand hat den Faden verloren: Das bedeutet, dass jemand eine Argumentationskette nicht zu Ende führen kann oder sich nicht mehr erinnert, was er zuletzt gesagt hat.
Die Redewendung Etwas zieht sich wie ein roter Faden durch etwas bedeutet, dass überall gleichartige, immer wiederkehrende Elemente bei einer bestimmten Sache vorhanden sind. Beispiel: Das friderizianische Miteinander von militärischer Disziplin und Aufgeklärtheit zieht sich wie ein roter Faden durch die preußische Geschichte. Diese Redewendung wird auch dem Brauch der britischen Marine zugeschrieben, in allem ihrem Tauwerk einen roten Faden mit zu verflechten, um Diebstähle zu unterbinden.
Siehe auch
Kennfaden

