Großer Perlmutterfalter
Der Großer Perlmutterfalter (Argynnis aglaja) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
Merkmale
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 50 bis 55 Millimetern und sind mit ihrer Größe, die etwas kleiner als die des Kaisermantels (Argynnis paphia) ist, eine der größten europäischen Perlmutterfalter. Sie haben orangefarbene oder gelbbraune Flügeloberseiten die mit schwarzen Flecken und Querbändern gemustert sind. Der Flügelrand ist breit dunkel gesäumt. Dahinter reihen sich Dreiecksflecken, die in den schwarzen Rand hineinreichen. Die Flügelunterseiten der Hinterflügel sind gelbbraun, in den zwei inneren Dritteln, bzw. in der Basalhälfte, sind sie leicht grünlich und haben zahlreiche, helle Perlmuttflecken. Am Flügelaußenrand sind ebenfalls helle Flecken gereiht. Die Unterseiten der Vorderflügel sind mehr orange gefärbt und weisen schwarze Flecken auf. Die Männchen besitzen auf drei nur leicht verbreiterten Längsadern im hinteren Teil der Vorderflügel Durftschuppen mit denen sie Lockstoffe aussenden können, um Weibchen paarungsbereit zu machen.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 160, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Die Raupen werden ca. 38 Millimeter lang. Sie sind schwarz und tragen an den Seiten jeweils rotorange Punktreihen. Junge Raupen sind zusätzlich weiß gezeichnet. Die Raupen haben lange, schwarze und verästelte Dornen.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 160, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Vorkommen
Die Tiere kommen in ganz Europa, Marokko und fast ganz Asien bis nach Japan vor. Ihre Verbreitung erstreckt sich bis ca. 2.200 m Seehöhe.Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 152, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7 Sie leben in Wäldern aber auch auf offenem Gelände wie z. B. auf Wiesen, Heiden, Mooren und Trockenrasen. Sie bevorzugen basische Böden und sind nicht selten, stellenweise aber im deutlichen Rückzug.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 160, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Flug- und Raupenzeiten
Sie fliegen in einer Generation von Juni bis August.Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 152, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
Nahrung der Raupen
Die Raupen ernähren sich besonders von Rauem_Veilchen (Viola hirta) aber auch von Hunds-Veilchen (Viola canina) und Sumpf-Veilchen (Viola palustris).Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 160, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Entwicklung
Die Weibchen legen ihre Eier einzeln auf Stängel und Blattunter- und oberseiten ihrer Futterpflanzen. Die nach zwei bis drei Wochen schlüpfenden Raupen fressen nur die Eischalen, um gleich danach in Winterruhe zu gehen. Ihre Entwicklung beginnt erst im nächsten Jahr. Sie verpuppen sich in braunen Stürzpuppen, die keine Silberflecken tragen, am Stängel nahe am Boden.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 160, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Referenzen
Literatur
* Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-894-40115-X
Weblinks
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• www.lepiforum.de: Taxonomie und Fotos
• www.schmetterling-raupe.de
• Moths and Butterflies of Europe and North Africa (englisch)

