Argentit
Argentit (veraltet Silberglanz) ist ein eher selten vorkommendes Sulfide und Sulfosalze mit einem Stoffmengenverhältnis Metall : Schwefel,Selen,Tellur > 1 : 1. Es kristallisiert im kubischen_Kristallsystem mit der chemischen_Zusammensetzung Ag2S und entwickelt meist würfelförmige oder oktaedrische Kristalle, Dendriten, aber auch massige Aggregate von grauer bis schwarzer Farbe.
Chemisch gesehen ist Argentit ein Silbersulfid mit 87% Silber, das jedoch meist geringe Anteile an Blei, Kupfer oder Eisen enthält.
Etymologie und Geschichte
Benannt wurde Argentit nach dem lateinischen Wort argentum für Silber.
Modifikationen und Varietäten
Argentit ist als Hochtemperatur-Modifikation nur bis zu einer Temperatur von 173 °C stabil. Bei weiterer Abkühlung wandelt es sich in den monoklinen Akanthit um, behält aber oftmals die äußere Kristallform bei (Paramorphose).
Bildung und Fundorte
Argentit bildet sich hydrothermal in Silbererz-Gängen. Begleitminerale sind neben Akanthit, Silber, Pyrargyrit auch verschiedene andere Silbersulfide.
Fundorte sind unter anderem Freiberg, Schneeberg, Schwarzwald und Erzgebirge in Deutschland, Arizpe/Sonora, Zacatecas und Guanajuato in Mexiko, Peru, Norwegen, Sarrubus in Sardinien, Spanien, Jáchymov und M?d?nec in Tschechien, Ungarn.
Morphologie
Argentit stellt sich meist in verzogenen, mannigfach gruppierten, regulären Kristallen dar. Häufig zeigt es zahnige, gestrickte, baum-, draht- oder haarförmige Formen. Daneben kommt Argentit auch in plattigen, derben, erdigen oder massigen Aggregaten und eingesprengt, sowie als Anflug auf oder in anderen Mineralen. In dieser Form ist Argentit dann sehr unrein (Silberschwärze).
Verwendung
Argentit ist neben Akanthit eines der wichtigsten Rohstoffe zur Gewinnung von Silber.
Siehe auch
• der Minerale]
• der Minerale]
Literatur
*Martin Okrusch, Siegfried Matthes: Mineralogie. 7. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3
*Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
*Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
Weblinks
• (Wiki)
*[http://webmineral.com/data/Argentite.shtml Webmineral - Argentite (engl.)

