Arepa
Arepas sind runde Maisfladen, die hauptsächlich in Venezuela aber auch in Kolumbien und Panama traditionell zu fast allen Mahlzeiten gegessen werden. Maisprodukte wie Arepas oder in Form von Hallacas, Hallaquitas, Empanadas sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel für einen Großteil der Bevölkerung.
Arepas werden traditionell aus geschältem Mais, der eingeweicht, aufgekocht und gemahlen zu einem Teig geformt wird, hergestellt. Heute jedoch werden meist speziell zu diesem Zweck industriell hergestellte, vorgekochte Maismehle verwendet (Harina P.A.N. - Venezuela), die durch Zugabe von Wasser und etwas Salz direkt zu einer Masse geformt werden können. Für die Herstellung der Arepas oder für diesen Zweck bestimmte vorgekochte Maismehle wird überwiegend weißer Mais verwendet, da dieser aufgrund fehlender Karoten-Stoffe geschmacksneutraler ist. Der Teig wird geknetet, zu Kugeln geformt und danach zu einem handflächengroßen Fladen zusammengedrückt. Danach werden die Fladen entweder auf einer heißen Ofenplatte beidseitig angebacken und oft zusätzlich im Ofen nachgebacken oder in Öl frittiert. Arepas werden immer frisch zubereitet und warm serviert.
Es gibt unterschiedliche Arepaformate. Beispielsweise werden in den Anden eher große und dicke Arepas gebacken, während an der Küste schmale und kleine frittiert werden. In den Anden werden ausserdem vor allem Arepas aus Weizenmehl hergestellt. Restaurants aber auch Fastfood-Restaurants bieten Arepas aber auch Arepitas, kleine Arepas, als Beilage zu den verschiedenen Speisen an. Die Arepas werden zur Hälfte aufgeschnitten und mit verschiedenen Speisen gefüllt: gewürzte Fleischfüllungen (carne desmechada), Fisch, Käse, Schinken, Gemüse (z. B. Avocados). Arepas werden oft zu Hause zum Frühstück und Mittagessen gegessen. In Areperas (oder Areperías), den auf Arepas spezialisierten Schnellimbiss-Restaurants, werden normalerweise alle Varianten mit den verschiedensten Füllungen angeboten.

