Architrav
thumb|Tempel_E_in_Friesesthumb|Architrav_in_der_Basilica_di_San_Salvatore_in_Pfeiler bzw. Säulen. Er erscheint bereits in der ägyptischen, vorderasiatischen und vorgriechischen Bauweise. In der Antike wird der Architrav auch Epistyl genannt, da er hier meist auf Säulen ruht (Epistyl von gr. "auf den Säulen liegend"). Man unterscheidet zwischen monolithischem und mehrschichtigem Architrav. Der dorische Architrav ist meist glatt und hat oben eine Taenia genannte Abschlussleiste, an der unterhalb wiederum kleine Leisten (Regulae) angebracht sind, an denen Tropfen, die Guttae, hängen. Der ionische und korinthische Architrav ist in zwei oder drei horizontale Streifen (Fascien) gegliedert (Fascienarchitrav). In der etruskischen Bauweise muss man mit dekorativen Appliken rechnen.
Der Architrav wird auch als Wandabschluss verwendet. Fenster und Türen, die mit Fascien umzogen sind, bezeichnet man auch als architraviert.

