Archäologisches Museum Robertinum
Das Archäologische Museum Robertinum beherbergt die archäologische Sammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle (Saale). Der offizielle Name ist Archäologisches Museum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, nach dem Gebäude, in dem es zusammen mit den altertumswissenschaftlichen Instituten der Universität untergebracht ist, wird es auch häufig einfach Robertinum genannt.Die Sammlung ging aus der Münzsammlung des Professors J. H. Schulze hervor, die nach dessen Tod in den Besitz der Universität überging. Doch erst auf Anraten des Altertumswissenschaftlers Ludwig Ross begann man mit dem gezielten Aufbau einer Sammlung altorientalischer, griechischer und römischer Altertümer, die in der Folgezeit schnell größer wurde. Neben Originalen wurden auch Gipsabgüsse gesammelt. Auf Betreiben Heinrich Heydemanns, unter dessen Leitung die Sammlung besonders schnell wuchs, wurde in den Jahren 1889 ? 1891 für den mittlerweile reichen Bestand ein eigenes Gebäude errichtet, in dem die Sammlung noch heute ausgestellt wird. Unter der Leitung von Carl Robert wurde in dem Neubau das Museum eingerichtet, das ihm zu Ehren, 1922 den Namen Robertinum erhielt. Neben einigen wenigen altorientalischen Schrifttafeln, altägyptischen, griechischen und römischen Skulpturen beherbergt die Sammlung vor allem eine große Sammlung antiker Vasen, die unter anderem Arbeiten des Achilleus-Malers und des Niobiden-Malers enthält. Das bedeutendste Exponat der Sammlung ist eine panathenäische_Preisamphora aus der Zeit zwischen 562 und 558 v.Chr., das zweitälteste bekannte Gefäß dieser Art.
Literatur
*Gerhard und Ursula Stelzer: Bildhandbuch der Kunstsammlungen der DDR, Leipzig 1984
Weblinks
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