Arbeitsgegenstand
Der Begriff Arbeitsgegenstand lässt sich auf die Schrift Das Kapital von Karl Marx zurückführen(1).Der allgemeine Arbeitsgegenstand war nach diesem Verständnis die Erde. Man unterschied ferner zwischen den von der Natur gegebenen Arbeitsgegenständen (Erze, Erdöl, Erdgas, Kohle, Holz u.a.), die der Mensch unmittelbar aus der ihn umgebenden Natur (dem Boden, den Gewässern, dem Wald) gewann, und den bereits bearbeiteten Arbeitsgegenständen (das Holz im Sägewerk, das Erz im Hüttenwerk, das Erdöl im Verarbeitungswerk u.a.).
Letztere wurden auch als Rohmaterial oder Rohstoffe, Halbfrabikate u.a. bezeichnet. Die Arbeitsgegenstände bildeten zusammen mit den Arbeitsmitteln die Produktionsmittel. Sie gehörten im Bereich der materiellen Produktion zum Produktionsfonds, und zwar zum Produktionsumlauffonds.
Mit der Entwicklung der gesellschaftlichlichen Produktion, der Naturwissenschaften und Technik, erhöhte sich die Menge der von der Gesellschaft gewonnenen Arbeitsgegenstände, und es wurden neue, nützliche Eigenschaften der Arbeitsgegenstände entdeckt. Gleichzeitig führte diese Entwicklung und die gesellschaftliche Arbeitsteilung dazu, dass aus der gleichen Menge der Arbeitsgegenstände mehr Endprodukte hergestellt werden konnten.
Unter den Bedingungen der wissenschaftlich-technischen Umwälzung des Produktionsprozesses kam auch den Arbeitsgegenständen im System der _Produktivkräfte eine größere Bedeutung zu.
Weblinks
* (1) [http://www.marx-forum.de/das_kapital/kapital_1/1.214.html "Der Arbeiter setzt dem Arbeitsgegenstand neuen Wert zu durch Zusatz eines bestimmten Quantums von Arbeit, abgesehen vom bestimmten Inhalt, Zweck und technischen Charakter seiner Arbeit."]

