Aran Islands
Die Aran Islands (ir. Oileáin Árann ) sind eine Inselgruppe, die vor der Westküste Irlands in der Galway Bay liegen. Sie sind mit der Fähre von Galway, Rossaveal oder Doolin in der Grafschaft_Clare erreichbar. Es gibt auch Flüge der Aer Arann vom Connemara Airport zur Insel Inishmore.
Die kargen Kalksteininseln setzen geologisch die Formation des Burren fort und heißen Inishmore (anglisiert, irisch: Árainn oder Inis Mór ), Seetang und Sand auf dem Boden verteilt. Durch die Mauern wurde verhindert, dass der gewonnene Boden vom nächsten Regen oder Sturm fortgeschwemmt oder fortgeblasen wurde. Auf Inishmaan und Inisheer ist das traditionelle Gälische Irisch die Hauptsprache der Bewohner.
Heute sind Landwirtschaft, Fischerei (rückgängig) und Tourismus (expandierend) die Haupteinnahmequelle der Bewohner. Die Aran Islands sind auch für die Strickwaren der Einheimischen berühmt. Die Tracht der Frauen besteht aus einem roten Flanellrock und einem Häkeltuch, die der Männer aus einer ärmellosen Tweedjacke und einem bunten Wollgürtel. Traditionelles Fortbewegungsmittel zwischen den Inseln war der kaum noch zu sehende Curragh, ein flaches Boot aus geteertem Segeltuch.
Nach der Ankunft auf der Insel Inishmore erwarten den Touristen Inselführer mit Busrundfahrten, die einer festen Route folgen und die 3-4 wichtigsten Ziele ansteuern. Lohnender ist die Erkundung der sehr übersichtlichen Insel mit einem problemlos ausleihbaren Fahrrad. Wanderungen zu Fuß dagegen sind schwierig, da man auf Grund der vielen Mauern nicht querfeldein laufen kann und auf den Straßen gehen muss. Auf der Insel gibt es auch einige Übernachtungsmöglichkeiten (u. a. eine Jugendherberge). Die Inseln verdanken den Großteil ihres Ruhmes dem Film Man of Aran, den Robert J. Flaherty 1934 drehte. Er gilt als einer der ersten ethnographischen Dokumentarfilme. Weniger bekannt im deutschsprachigen Raum sind die zahlreichen Darstellungen der Aran Inseln in der irischen und anglo-irischen Literatur, besonders aus der Zeit der irischen Renaissance, wie z.B. John Millington Synges The Aran Islands oder sein Theaterstück Riders to the Sea. In Nik Kershaws rätselhaftem Pop-Song The Riddle finden die Aran Islands ebenfalls Erwähnung.
Hauptsehenswürdigkeit der Inseln sind die zahlreichen prähistorischen Zeugnisse (s. unten) und die seit der Christianisierung durch den Heiligen Enda im 5. Jh. entstandene Klostertradition auf der Insel.
Sehenswert sind:
* Clochán na Carraige - die einzige erhaltene Bienenkorbhütte der Inseln; irisch ein Clochán
* Dún Aonghasa - oder Dun Aenghus, Steinfort aus der Bronze- oder Eisenzeit (WGS-84: N 53.125007°, O 9.767296°)
* Dún Duchathair (Doocaher-das schwarze Fort) - auf einer Landspitze errichtet, aus der Eisenzeit
* Dún Eochla - bronzzeitliches Ringfort nahe dem höchsten Punkt der Insel
* Dún Eoghanachta - Ringfort aus dem 1. Jh. v. Chr.
* Der kleine Ort Kilronan mit Aran Heritage Centre
* Na Seacht dTeampaell (die sieben Tempel) - ehemaliges Kloster
* Teampaell Chiaráin - Kirchenruine aus dem 12. Jh.

