Aramus
Aramus gehört zu den größten und besterhaltensten eisenzeitlichen Denkmälern Armeniens und stellt mit Sicherheit einen Schlüsselfundort für die Erforschung der Eisenzeit in dieser Region dar. Der Name leitet sich vom sagenumwobenen König Aram und seiner ? in einer Schlacht verletzten ? Schulter ab. Das armenische Arami us bedeutet wörtlich ?Arams Schulter?.
Siedlungshügel
Der Siedlungshügel wird aus einem natürlichen, von Osten nach Westen verlaufenden, langgestreckten Basaltrücken von ca. 50m Höhe und beinahe 900m Länge gebildet, der etwa in der Mitte durch einen Sattel in zwei Bereiche unterteilt wird. Die an der Oberfläche sichtbaren Festungsmauern schließen den östlichen Felsrücken sowie die vorgelagerten Nord- und Südhänge ein. Der Hangbereich zwischen der sogenannten Akropolis und dem sogenannten Stadtgebiet auf der Nord- und Südterrasse ist ebenfalls durch eine Terrassierungsmauer gekennzeichnet, die Ausdruck einer intensiven Siedlungsaktivität sind.
Forschungsgeschichte
Die Festungsanlage von Aramus wurde erstmals von Vanzandyan im Jahre 1979 publiziert. 1988 folgten Untersuchungen am westlichen Teil der ?Akropolis? durch Hayk Avetissian. Seit 2004 finden jährlich Ausgrabungen unter der Leitung von Hayk Avetissian vom Institut für Ethnologie und Archäologie an der Universität Jerevan und Wilfrid Allinger-Csollich vom Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik an der Universität Innsbruck statt.
Weblinks
• www.classicorient.at/aramus
• www.uibk.ac.at/grabungarmenien

