Aram
Aram (Aramäa) ist ein biblischer Personenname und der Name mehrerer aramäischer Königreiche, von denen Damaskus das bedeutendste war.
Aram als Person
*Nach (Völkertafel) ist Aram, zusammen mit Elam, Assur, Arpaksad und Lud ein Sohn Sems, also ein Enkel Noachs (vgl. ). Die Söhne Arams waren Abraham und der Milka.
*In ist Aram ein Sohn von Schemer, Enkel von Asser, einem der zwölf Stämme Israels.
Aram als Land
In der Bibel wurde aus Aram eine Bezeichnung verschiedener aramäischer Reiche. In der Völkertafel werden diese von einem eponymen Stammvater Aram abgeleitet.
Die Bibel kennt folgende aramäische Königreiche:
* Aram (Richter 3, 10)
Aram_Beth_Nahrin/Aram (1. Mose 24, 10; 28, 10; 5. Mose 22, 5; 1 Chronik 19 6)
* Paddan Aram (1. Mose 28,2; 35, 26)
* Aram Maacha (2. Samuel 10, 6; 1 Chronik 19, 6)
* Aram Geschur (2. Sam. 15, 8; Joschua 13, 13)
* Aram Beth Rehob (2. Samuel 10, 6)
* Aram Zoba (2. Samuel 10, 6)
* Aram Damaskus (2. Richter, 14-16)
Paddan-Aram
Das Wort Paddan wird als "Pflug" oder "Feld" gedeutet, daher nimmt man an, dass sich der Name auf fruchtbares Land bezieht, vielleicht auf Mesopotamien.
Aram Maacha
Machaa ist in der Genesis ein Nachkomme von Nahor, dem Bruder Abrahams (1. Mose 22, 24). In I. Chronik 7, 14 taucht eine Machaa als Tochter Manasses von einer aramäischen Nebenfrau auf, vielleicht der Versuch, diesen kleinen aramäischen Stamm genealogisch in das Volk Israel zu integriere.
Das Gebiet von Aram Maacha lag südlich von Damaskus innerhalb des israelitischen Siedlungsgebietes (Stamm Manasse), bei der Landaufteilung nach der Eroberung unter Josua wurden die Geschuriten und Maachiter nicht vertrieben (Josua 13, 13).
Zur Zeit König Davids warben die Ammoniter Streitwagenkämpfer aus Aram Maacha gegen die Israeliten an (1. Chronik 19, 6), die Verbündeten werden aber von Joab und Abischai geschlagen. Samuel (2. Buch, 10, 6) führt unter den Verbündeten auch noch Aram Zoba, Aram Rehob und die Männer von Tob an und berichtet, der König von Maacha sei mit 1.000 Mann angerückt.
Nach der Niederlage der Verbündeten bei Helam wurde das Gebiet von Maacha unterworfen (2. Samuel 10, 19).
Aram Geschur
Auch das Gebiet von Aram Geschur lag, wie das benachbarte Aram Maacha innerhalb des israelitischen Siedlungsgebietes (Josua 13, 13).
Von Jair, einem Nachkommen Judas, wird berichtet (1. Chronik 2, 23), dass ihm Aram und Geschur Zeltdörfer in Gilead und Kenat und seine Tochterstädte wegnahmen, insgesamt 60 Städte, ohne weitere Details zu geben.
König David war (unter anderem) mit Maacha, der Tochter von Talmai, dem König von Geschur verheiratet, ihr Sohn war Absalon (2. Samuel 3,3). Dieser floh nach Geschur, nachdem er seinen Halbbruder Amnon getötet hatte (2. Sam. 13, 38) und leistete hier ein Gelübde (2. Samuel 15, 8), Jahwe zu dienen, wenn er wieder nach Jerusalem zurückkehren dürfe. In Vorbereitung seines Aufstandes gegen David, in dessen Verlauf er getötet wurde, gab er vor, nach Geschur ziehen zu wollen.
Aram Rehob
Aram Rehob wird unter den Verbündeten der Ammoniter gegen David genannt (2. Samuel 10, 6).
Aram Zoba
Aram-Zoba lag vermutlich in der Nähe von Hama. Andere Forscher identifizieren es mit Chalkis (Syrien) oder Subiti (Jewish Encyclopedia). 2. Samuel 8, 8 nennt die Städte Betach und Berotai als Teil des Königreiches.
Aram Zoba wird in I. Samuel 14, 47 unter den Feinden Sauls genannt, gegen die er kämpfte, nachdem er König von Israel geworden war, zusammen mit den Ammonitern, den Philistern und den Edomitern.
2. Samuel 8, 3 nennt Hadad-Eser, den Sohn des Rehob, als König von Zoba, den David schlug, als er gegen den Euphrat zog. Dem Bericht nach nahm er 1.700 Reiter und 20.000 Fußsoldaten und ließ allen Wagenpferden bis auf 100 die Fesseln durchschneiden. Als Damaskus Hadad-Eser zur Hilfe kam, wurde es geschlagen und der Herrschaft Davids unterworfen.
Aram Zoba unter Hadad-Eser und seinem General Schobach wird unter den Verbündeten der Ammoniter gegen David in der Schlacht von Helam genannt (2. Samuel 10, 6), sie stellten 20.000 Fußsoldaten. Hadad-Eser scheint der Anführer der aramäischen Koalition gewesen zu sein. Er wird noch einmal in 1. Könige 11, 23, also zur Zeit Salomos genannt.
Aram (Damaskus)
Im Buch Richter (3, 7-10) wird erwähnt, dass die Söhne Israels ihrer Sünden wegen für acht Jahre unter die Herrschaft des Kuschan-Rischatajims, des Königs von Aram (auch als König von Mesopotamien bezeichnet) gegeben wurden, bis ihn Otniel erschlug.
Unter König Joahas von Israel (2 Könige 13), dem Sohn Jehus, eroberten Hasaël, der König von Aram (Damaskus) und sein Sohn Ben Hadad Teile von Samaria. Es muss sich um eine vernichtende Niederlage gehandelt haben, angeblich blieben von dem Heer Joahas nur " fünfzig Wagenkämpfer, zehn Wagen und zehntausend Mann Fußtruppen übrig. Alles andere hatte der König von Aram vernichtet und dem Staub gleichgemacht, auf den man tritt." (2. Könige 13, 7). Ein nicht genannter Helfer befreit Israel aber aus der Gewalt Arams, worauf sie wieder "in ihren Zelten wohnten wie früher". Das klingt allerdings mehr wie ein Wunschbild denn eine historische Nachricht.
Der Prophet Elisa prophezeite König Joasch, dem Sohn von Joahas von Israel vor seinem Tod einen Sieg über die Aramäer bei Afek und drei weitere Siege (2. Könige 13, 14). Nach dem Tode von Hasaël, kann Joasch dann dessen Sohn Ben Hadad schlagen und ihm die Städte abnehmen, die sein Vater eingenommen hatte (2 Kön 13,25). Jerobeam, dem Sohn von Joasch gelang es dann sogar, Hama und Damaskus einzunehmen (2. Könige 14, 28).
König Pekach von Israel verbündete sich dann mit Rezin, dem König von Aram und belagerte mit ihm Jerusalem, das unter der Herrschaft von Ahas stand (2. Könige 16), allerdings erfolglos. Rezin nahm aber Elat ein, vertrieb die dort ansässigen Israeliten und siedelte Edomiten an.
Angeblich auf Aufforderung Ahas', begleitet von Silber und Gold aus den königlichen Schatzkammern und dem Tempel JHWs, rückte dann 733 Tiglat-pileser III. von Assyrien gegen Damaskus, nahm es ein, erschlug König Rezin und deportierte die Bevölkerung nach Kir (2. Könige 16, 9). König Ahas zog daraufhin nach Damaskus, um Tiglat-Pilesar zu huldigen.
Ortsname Aram
Der älteste Beleg von Aram als Ortsname findet sich in einer Inschrift des akkadischen Königs Naram-Sin im 23. Jahrhundert v. Chr.
Siehe auch
• Aramäer
' target='blank'>Weblinks
*[http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=1698&letter=A&search=aram Aram in der Jewish Enzyklopedia (und weitere Einträge, für Aram Paddan, etc).

