Arabischer Name
Struktur der arabischen Namen
Klassische Arabische Namen bestehen üblicherweise aus mehreren Teilen:
*Der ism () ist der persönliche Name wird aus einem recht kleinen Repertoire gängiger Namen gewählt (beispielsweise Muhammad, Ahmad, Mahmud, Abd Allah, Umar, Uthman, Ibrahim)
*Die kunya () ist ein persönlicher ehrenvoller Herkunftsort (z. B. Al-Tabari, ?der aus Tabaristan?), oder auch die Konfession oder Berufsbezeichnung (Al-Mawardi, ?der Rosenwasserhändler?)
*optional kann auch ein Spitzname (laqab) hinzutreten (z. B. at-Tawîl, ?der Lange?)
Geordnet ist der Name in (laqab -) kunya - ism - nasab - nisba (- laqab).
Die kunya ist nicht nur ehrenvoll, sondern hat die Funktion jeden, der keinen Sohn hat, als nicht vollwertigen Mann zu kennzeichnen. Das europäische ?Fräulein? kann im Vergleich dazu als harmlos gelten.
Historische_Persönlichkeiten sind zum Teil unter ihrer nisba, andere unter der kunya (z. B. Abu Tammam) oder ihrem nasab (Ibn Khaldun) bekannt.
Im 20. Jahrhundert wurde in vielen arabischen Ländern ein Familienname nach westlichem Vorbild eingeführt.
Die Schreibung der Namen in lateinischen Buchstaben richtet sich oft nach der ehemaligen Kolonialmacht. Beispielsweise wird der Vorname Hischam im Maghreb meist nach französischen Vorbild Hichem, in Jordanien nach englischem Vorbild Hisham geschrieben. Vor allem bei bekannten Persönlichkeiten aus dem Maghreb hat sich meist die französische Umschrift allgemein im Westen durchgesetzt, etwa Habib Bourguiba, und zwar nach dem lautlichen Vorbild der Dialekt-Aussprache, und nicht die Umschrift nach der klassisch-arabischen Aussprache, die für Bourguiba Abu-Ruqaiba lauten würde.
Bei der Schreibweise arabischer Namen ist zu beachten, dass es in der arabischen_Sprache nur die Vokal-Phoneme a, i und u gibt. Die in Büchern und Zeitungen häufig zu findende Schreibweise mit o oder e stellt eine Konzession an die Aussprache dar.

