ARts
aRts (Akronym für analog Real time synthesizer) ist ein Programm, das einen analogen Synthesizer unter KDE simuliert. Eine der wichtigsten Komponenten von aRts ist der sogenannte Soundserver, der mehrere Musikkanäle gleichzeitig und in Echtzeit mischen kann.
Der Soundserver selbst wird mit aRtsd (d für Daemon) bezeichnet und ist gleichzeitig der Standard-Soundserver für KDE. Er ist aber davon unabhängig und kann auch in anderen Projekten genutzt werden.
Die Zukunft von aRts
Im Dezember 2004 gab der Erfinder und Hauptentwickler von aRts, Stefan Westerfeld, bekannt, dass er das Projekt wegen grundlegender Entwicklungs- und technischer Probleme verlassen werde. Damit ist die Zukunft von aRts unklar.
Für KDE 4 wird zur Zeit an einer Multimedia-Abstraktionsschicht gearbeitet. Diese würde die direkte Bindung von KDE an aRts lösen und es dem Nutzer ermöglichen, den Soundserver frei zu wählen. Der Name der Abstraktionsschicht lautete anfänglich KDEMM, wurde dann aber in ?Phonon? umgeändert.
Siehe auch
GStreamer - ein vor allen Dingen unter GNOME weit verbreitetes Multimedia-Framework
EsounD - in GNOME und Enlightenment verwendeter Soundserver
Advanced Linux Sound Architecture - die bei Linux zugrundeliegende Audio-Architektur
Network-Integrated Multimedia Middleware - möglicher Nachfolger von aRts (als Standardeinstellung der Abstraktionsschicht)
Weblinks
• Bekanntgabe und Begründung des Austritts von Stefan Westerfeld aus dem Projekt (englisch)
• Phonon (englisch)

