ARA General Belgrano
Die ARA General Belgrano war ein argentinischer Kreuzer (ARA: Armada República Argentina, argentinische Marine). Er wurde am 2. Mai 1982 während des Falklandkrieges durch das britische Atom-U-Boot HMS Conqueror (S48) versenkt.
Die General Belgrano war ursprünglich ein Leichter Kreuzer der Brooklyn-Klasse der US_Navy mit dem Namen USS Phoenix und der Kennung CL-46. Das Schiff nahm am Zweiten_Weltkrieg teil.
Geschichte
Das Schiff wurde in den Jahren 1935-1938 bei New York Shipbuilding gebaut. Seine Jungfernfahrt führte es nach Trinidad und Südamerika, dann operierte es an der amerikanischen Westküste.
Das Schiff befand sich am 7. Dezember 1941, dem Tag des japanischen Angriffs auf den Hawaiiinseln, in Pearl Harbor, blieb aber unbeschädigt. Danach war es zunächst Begleitschiff an der amerikanischen Westküste und dann bei Australien. Im Juli 1942 wurde es in der Philadelphia Naval Shipyard überholt und transportierte dann Außenminister Cordell Hull nach Casablanca. In den Jahren 1943 bis 1945 nahm es am Pazifikkrieg und an allen größeren Landungsoperationen teil. Im Jahre 1944 war es an der Schlacht in der San-Bernardino-Straße beteiligt. Dabei nahm es an der Versenkung des japanischen Schlachtschiffes Fus? teil.
Im November 1945 wurde es an die Ostküste der USA verlegt und am 3. Juli 1946 von der Navy außer Dienst gestellt.
Am 9. April 1951 wurde es gemeinsam mit einem ihrer Schwesterschiffe, der USS_Boise, für 7,8 Mio. Dollar an Argentinien verkauft. Es erhielt zunächst den Namen 17 de Octubre und wurde 1956 nach dem Umsturz von Juan Perón zu Ehren von Manuel Belgrano in General Belgrano umgetauft. Die General Belgrano wurde in Argentinien mehrmals umgebaut und erhielt unter anderem Sea-Cat- und Exocetstarter und neue niederländische Radaranlagen. Die Katapultanlage auf dem Achterdeck wurde entfernt und die Bordflugzeuge gegen zwei Bord-Hubschrauber ausgetauscht.
Die Versenkung im Falklandkrieg
Am 26. April 1982, während des Falklandkriegs, lief die General Belgrano mit zwei Zerstörern aus Ushuaia aus, um etwa 230 Seemeilen vor den Falklandinseln zu patrouillieren. Die Gruppe vermied einen Kampf mit den Einheiten der Royal Navy und blieb außerhalb der Sperrzone von 200 Seemeilen um die Falklandinseln.Am 30. April wurden die Schiffe durch das Atom-U-Boot HMS Conqueror (S48) (Churchill-Klasse) gesichtet. Das U-Boot folgte ihnen zwei Tage lang, bis die Anordnung von Margaret Thatcher kam, die Gruppe anzugreifen. Der Kommandant der Conqueror Captain Chris Wreford-Brown schoss daraufhin am 2. Mai um 15:57 Uhr drei Torpedos auf die General Belgrano ab, obwohl sich diese außerhalb der offiziellen Kampfzone befand. Zwei Torpedos trafen das Schiff mittschiffs, worauf es sofort in Brand geriet. Um 16:24 Uhr musste das Schiff aufgegeben und von der Besatzung verlassen werden. Es brannte noch einige Zeit und sank dann in der Nacht.
Auf den beiden Zerstörern war nicht sofort klar, was mit der General Belgrano geschehen war. Einer der Zerstörer wurde noch von dem dritten Torpedo getroffen, welcher aber nicht explodierte. So wurden erst spät in der Nacht Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Beim Untergang der General Belgrano starben 323 Seeleute.
Weblinks
• Homepage des US Naval Historical Center (engl.)

