ARAS (Neurobiologie)
Als ARAS wird in der Neurobiologie das aufsteigende retikuläre Aktivierungssystem abgekürzt (auch abgekürzt als A.R.A.S. oder A-R-A-S).
Das ARAS besteht aus mehreren Hirnteilen im unteren Teil des Gehirns. Es wird durch seine Funktion, nämlich die Steuerung der allgemeinen Aufmerksamkeit, definiert. Baulich, also strukturell, gehören mehrere Hirnteile zum ARAS. Strukturell ist das ARAS als Neuron-Glia-Geflecht zwischen Medulla oblongata und Thalamus zu finden. Das Zentrum liegt in der Formatio reticularis. Das ARAS gehört zu den älteren Hirnteilen.
Funktionell steuert das ARAS die Aufmerksamkeit des gesamten Gehirns. Steuert also die Bewusstseinszustände, hat Einfluss auf den Wechsel zwischen _Wachen und Schlafen, beeinflusst über die Aufmerksamkeit die Gedächtnisbildung.
Das Besondere an dieser Definition ist, von der Funktion wird die bauliche Substanz ermittelt und nicht, wie sonst üblich, von der baulich abgrenzbaren Substanz die Funktion gedeutet. Deswegen ist für das ARAS die bauliche Substanz schwer eingrenzbar, das ARAS ist verteilt im Hirnstamm und darüber. Beim limbischen_System gibt es die gleichen Definitionsprobleme.
Anfangs als strukturelles Gebilde definiert, wird es heute über die Funktion definiert. Und schon ist unklar, welche strukturellen Teile dazu gehören.
Siehe auch
Formatio reticularis

