Aquilia Severa
der Aquilia Severa]]
Iulia Aquilia Severa (seit 220/221 Iulia Aquilia Severa Augusta) war die zweite Frau des römischen_Kaisers Elagabal. Die Tochter des Konsuls Quintus Aquilius war eine Vestalin, die bereits die Jungfrauenweihe erhalten hatte. Trotzdem nahm sie Elagabal zum Entsetzen des Volkes und der Priester Ende 220 zur Frau. Dies bedeutete einen schweren Verstoß gegen römisches Recht und Tradition, wonach jede Vestalin, die sich mit einem Mann einließ, bei lebendigem Leib begraben werden sollte. Unter dem Kaiser Caracalla waren vier Vestalinnen auf diese Weise hingerichtet worden.
Elagabal rechtfertigte sein Vorgehen mit dem Argument, dass sie beide Hohepriester seien, wenn auch unterschiedlichen Göttern dienend, und aus dieser Verbindung gottähnliche Kinder zu erwarten seien. Aquilia Severa galt als große Schönheit, trotzdem verließ Elagabal sie auf Drängen seiner Großmutter bereits nach kurzer Zeit und heiratete Annia Faustina. Er kehrte aber bald darauf zu Aquilia Severa zurück und ehelichte sie 221 ein zweites Mal. Diese Ehe ? die vierte Ehe des Kaisers ? hielt bis zu Elagabals frühem Tod am 11. März 222.
Literatur
Bruno Bleckmann: Die severische Familie und die Soldatenkaiser. In: Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum (Hrsg.): Die Kaiserinnen Roms. Von Livia bis Theodora. Beck, München 2002, S. 265?339, insbes. S. 285, 297, ISBN 3-406-49513-3.

