Aquarquf
Aquarquf (oder Agarquf, Aquar Quf) liegt etwa 30 km westlich von Bagdad. Hier befand sich das Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. während der Periode der Kassiten von Kurigalzu_I. gegründete Dur Kurigalzu. Ausgegraben wurde eine große Sammlung von Schrifttafeln, ein Tempelbezirk und ein Palastkomplex. Neben zahlreichen Objekten aus Metall und Tonwaren entdeckte man eine Sammlung gebackener Lehmabbildungen. Diese zeigen nackte weibliche Figuren, die vermutlich als Göttin der Liebe mit dem Kult von Ischtar in Verbindung stehen, Köpfe von Männern, unter diesen einen gut modellierten bärtigen Kopf der verschiedenfarbig bemalt ist, Figuren knieender Gottesanbeter, Figuren von ihre Welpen säugenden Hunden, einige mit Inschriften mit Beschwörungen von Gula, der Göttin der Medizin, die Kranke heilt. Steinerne Ornamente aber auch solche mit Gold, Silber und Lapislazuli wurden gefunden. Drei gemalte Fresken aus dem 14. Jh. v. Chr., die menschliche Figuren zeigen, fand man an einer Wand des Enlil-Tempels in Aquarquf.Die Zikkurat ist heute noch ca. 57 Meter hoch und teilweise rekonstruiert.
Literatur
* Directorate General of Antiquities, Ministry of Information: Guide-Book to the Iraq Museum, Third Edition 1976, Baghdad, Republic of Iraq 1976
Weblinks
• Aquarquf und einige Bilder auf den folgenden Seiten.

