Approach and Landing Test
Um die neu entwickelte US-Raumfähre zu testen, führte die NASA 1977 Approach and Landing Tests (ALT) durch. Damit wurde das aerodynamische Verhalten des Space Shuttles unter realen Bedingungen erprobt. Alle ALT-Tests wurden mit der Enterprise unternommen, die auf das Shuttle Carrier Aircraft (SCA), einer umgebauten Boeing 747, montiert wurde.
Besatzung des SCA während aller Flüge
*Piloten: Fitzhugh Fulton, Jr. und Thomas C. McMurtry
*Flugingenieure: Louis Guidry, Jr. und Victor W. Horton
Taxi Tests
Die Taxi Tests waren Rollversuche auf der Startbahn. Sie dienten der Untersuchung des Verhaltens und der aerodynamischen Verhältnisse des Huckepackgespanns SCA/Shuttle. Das Gespann SCA/Enterprise beschleunigte, hob aber nicht zu einem Flug ab
Captive-Inactive Flights
Bei den Captive-Inactive Flights wurde die Enterprise auf dem SCA montiert, aber ohne Besatzung geflogen. Diese Tests dienten dazu, die Flugfähigkeit des Gespanns SCA/Enterprise zu testen und die freien Flüge der Enterprise, bei denen Anflug und Landung getestet werden sollten, vorzubereiten. Außerdem wurde überprüft, ob nach einer Mission ein Orbiter in dieser Konfiguration vom Lande- zum Startplatz gebracht werden kann.
Captive-Active Flights
Die Captive-Active Flights waren identisch mit den Captive-Inactive Flügen jedoch mit einer Besatzung an Bord der Enterprise
Free Flights
Bei diesen Tests wurde während des Fluges in einer bestimmten Flughöhe die Enterprise getrennt. Ziel war die Simulation eines Landeanfluges nach einer Mission und Durchführung einer Landung. Bei den ersten drei freien Flügen wurde mit aerodynamischer Verkleidung am Heck der Enterprise geflogen. Diese Verkleidung wurde über die Haupttriebwerke montiert, damit die Aerodynamik nicht gestört wird. Dies drückt sich auch durch die längere Flugzeit aus. Die letzten beiden freien Flüge wurden ohne aerodynamische Verkleidung durchgeführt, um einen Anflug einschließlich einer Landung so realistisch wie möglich durchzuführen. Durch das Fehlen der Verkleidung wurde die Aerodynamik durch Verwirbelungen im Bereich der Haupttriebwerke sehr stark gestört und führte damit zu kürzeren Flugzeiten.

