Apfelthal
Apfelthal ist ein Weiler im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.Apfelthal ist der westlichste Ort im oberbayerischen Landkreis Eichstätt. Aufgrund seiner wenigen Gebäude (unter zehn Bauten, nicht alle bewohnt) ist er ein Weiler. Er gehört zur Marktgemeinde Mörnsheim.
Geografische Lage
Der Weiler liegt versteckt in den Ländereien zwischen Mörnsheim und Solnhofen (48.8733°N 10.975°O). Erreichbar ist er über die von Mörnsheim nach Solnhofen führende Straße. Mit seinen Nachbarorten kann Apfelthal dem bedeutenden Zentrum des Abbaus von Juraplattenkalk (Solnhofener Stein) zugeordnet werden.
Umgeben von Wäldern, Feldern, Tälern und sanften Höhen ist die Gegend um Apfelthal, einschließlich der auftauchenden Steinbrüche, ein Stück harmonische Natur.
Apfelthal ist am Dreiländereck gelegen, was heißt, dass in unmittelbarer Nähe die Regierungsbezirke Oberbayern, Schwaben und Mittelfranken zusammentreffen.
Geschichte
Der Weiler entstand in dem Jahrzehnt nach 1850, bedingt durch den Abbau der Kalkschieferplatten. Hier siedelten vorwiegend arme Menschen; daher rührt auch die früher gebräuchliche negative Rede Außenstehender vom 'Jammerthal'. Neben dem Abbau von Juraplattenkalk in den Steinbrüchen der Umgebung und in einem Natursteinwerk des Weilers selber lebten und leben die wenigen Einwohner (1877: 22, 1912: 34, 1938: 25, 950: 42, 1973: 29) von der Erzeugung pflanzlicher und tierischer Produkte. 1969 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Im Jahre 2003 wurde oberhalb des Apfelthals ein Steinbruchlehrpfad mit Fossilienerlebnisplatz errichtet. Der Lehrpfad führt auf einer Strecke von ca. 1,5 Kilometer durch den Wald zum Fossilienerlebnisplatz. Auf dem Weg informieren Tafeln über die Entstehung der Plattenkalke und der Fossilien, über die Verwendung des heimischen Natursteins und das richtige Suchen nach Versteinerungen.

