Hornmoose
|-
! Wissenschaftlicher_Name
|-
| class="taxo-name" | Anthocerotophyta
|-
| class="Person" |
|}
Die Hornmoose (Anthocerotophyta) sind eine der Abteilung der Moose aus dem Reich der Pflanzen. In dieser Abteilung gibt es nur eine en mit zwei n. Die acht Gattungen der Klasse enthalten etwa 300 Arten. Sie gelten als nächste Verwandte zu den übrigen grünen Landpflanzen unter den Moosen.
Beschreibung
Hornmoose sind nur wenige cm große, unscheinbare Pflanzen. Im Gegensatz zu den anderen Moosen bilden sie keinen Vorkeim (Protonema) aus, sondern entwickeln sich gleich zum geschlechtszellenbildenden Gametophyten. Dieser ist lappenförmig aufgebaut (thallos) und wird mit Hilfe von Würzelchen (Rhizoide) am Untergrund befestigt. Besonders sind die Spaltöffnungen an der Unterseite, die man nur bei Hornmoosen findet. Die Interzellularräume sind schleimgefüllt und werden von Cyanobakterien der Gattung Nostoc besiedelt, sodass eine Versorgung mit Stickstoff gesichert ist. Die Thalluszellen besitzen keine Ölkörper wie andere thallose Moose (Lebermoose) und besitzen nur einen Chloroplasten. Die Geschlechtszellenbehälter (Gametangien) sind im Thallusgewebe eingebettet.
Nach der Befruchtung entwickelt sich auf dem Gametophyt der Sporophyt, der bei Hornmoosen ungestielt, sehr langgesteckt und hornförmig (Name!) ist. Die Verankerung des Sporophyten in der Mutterpflanze weist einige Parallelen zu der Verankerung bei den Psilotopsida (Gabelfarngewächse). Der Sporophyten besitzen ebenfalls Spaltöffnungen, die aus 2 Zellen aufgebaut sind je einen Chloroplasten tragen. Die Sporenkapsel öffnet sich durch 2 Längsklappen. Im Zentrum steht eine sterile Gewebesäule (Columella), um die sich herum das Sporenmuttergwebe (Archespor) befindet. Das Archespor bildet aus 4 Zellen bestehende Sporen und sterile Elateren. Die Sporen reifen bei Hornmoosen nicht gleichzeitig, sondern an der Spitze zuerst und werden an der Kapselbasis durch eine meristemartige Wachstumszone nachgeliefert.
Systematik
Die Abteilung enthält nur eine Ordnung, die Anthocerotales.
*Klasse Anthocerotales Limpricht in Cohn
**Familie Anthocerotaceae (Milde) Müll.
***Gattung Anthoceros (Mich.) L.
****Anthoceros neesii
***Gattung Folioceros Bharad.
***Gattung Leiosporoceros Hässel de Men.
***Gattung Hattorioceros Hasegawa
***Gattung Phaeoceros Prosk.
***Gattung Dendroceros Nees
***Gattung Megaceros Campbell
***Gattung Notoceros (Schuster) Hasegawa
**Familie Notothyladaceae
***Gattung Notothylas Sull.
Forschungsgeschichte
Bereits 1863 widmete Christian Friedrich Lichtenberg den Hornmoosen seiner brandenburgischen Heimat eine grundlegende Untersuchung.
Literatur
* Jan-Peter Frahm: Biologie der Moose. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg und Berlin 2001, ISBN 3-8274-0164-X
* Jan-Peter Frahm, Wolfgang Frey, J. Döring: Moosflora. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage (UTB für Wissenschaft, Band 1250). Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-2772-5 (Ulmer) & ISBN 3-8252-1250-5 (UTB)
*J. Hasegawa: New classification of Anthocerotae''. In: J. Hattori Bot. Lab 76 (1994), S. 21-34.
Weblinks
• Hornwort Web Portal (Englisch)

