Antennenapertur
Die Antennenapertur bezeichnet die Öffnungsweite einer Antenne, die als Flächenstrahler elektromagnetische Wellen aussendet oder empfängt. Für sie gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten wie für die Apertur_optischer_Systeme, mit dem Unterschied, dass die Wellenlänge von Radiowellen mehr als 1000 Mal größer sind als von Licht.Bei Flächenstrahlern, die in Sensorsystemen wie zum Beispiel das Radar verwendet werden, gilt: Je größer die geometrische Ausdehnung der Antenne im Verhältnis zur verwendeten Wellenlänge ist, desto genauere Winkelauflösung ist mit dieser Antenne möglich. Der Öffnungswinkel ist umgekehrt proportional zum Antennendurchmesser . Im Fernfeld einer kreisrunden Antenne gilt in grober Näherung:
:
Für eine gute Winkelauflösung ist demzufolge eine große Apertur notwendig, was zu großen unhandlichen Antennen führt.
Um diesen Nachteil zu umgehen, werden in der Luft- und Raumfahrt Sensoren mit synthetischer_Apertur verwendet, welche durch rechnergestützte Nachbearbeitung der empfangenen Signale eine größere Apertur als die reale simulieren.
=Siehe auch
=• Aperture Radar]

