Kurzschnabelgans
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Anser brachyrhynchus
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| class="Person" | Baillon 1834
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Die Kurzschnabelgans (Anser brachyrhynchus), auch Kleine Rietgans genannt, gehört innerhalb der Echten_Gänse zur Gattung der Feldgänse (Anser). Die Art wurde erstmals 1833 durch Louis-Antoine-François Baillon in den in Abbeville 1834 publizierten Mémoires de la Société royale d'émulation d'Abbeville beschrieben.
Sie sieht der Saatgans (Anser fabalis) sehr ähnlich, von der sie sich äußerlich vor allem durch die rosa- und nicht orangefarbenen Füße, das auf dem Rücken aufgehellte graue, sonst graubraun gestreifte Gefieder, den dunkleren Kopf und den leicht kürzeren und mit einem rosafarbenen Band versehenen Schnabel unterscheidet. Mit einem Gewicht von etwa 2,5 bis 3,5 Kilogramm, einer Länge zwischen 60 und 70 cm und einer Flügelspannweite von ca. 1,30 bis 1,70 Metern ist sie auch etwas kleiner als diese.
Ernährung
In ihrem Brutgebiet ernähren sich die Gänse von der im Sommer üppig wachsenden arktischen Pflanzenwelt, insbesondere von Blättern und Knospen von Knöterich, Wiesenschaumkraut, Löwenzahn oder Storchenschnabel, im Winter von allen verfügbaren Kräutern und Gräsern, gern auch von den Erzeugnissen der modernen Landwirtschaft.
Lebensraum
Im Winter leben Kurzschnabelgänse mit Vorliebe in Wiesen, Flussauen, aber auch auf Viehweiden. In ihrem sommerlichen Brutgebiet bewohnen sie in großen Kolonien teils über 400 m hoch gelegene vegetationsarme Felsgebiete und durch frühsommerliche Gletscherschmelze entstandene Sümpfe, Moore und Seen, auf Island oft auch erkaltete Lavafelder. Auch Flussinseln dienen ihnen als Schutz vor Beutegreifern wie dem Polarfuchs.
Verbreitung
Kurzschnabelgänse sind Zugvögel, die sich mitunter anderen Gänsearten beim Zug anschließen. Ihr Winterquartier liegt auf den Britischen_Inseln, in Belgien und den Niederlanden, in den Küstengebieten Norddeutschlands und in Dänemark, während ihre Brutgebiete für die in Britannien überwinternden Vögel in Grönland und Island, dort besonders im Entwässerungsgebiet des Hofs-Jökull-Gletschers, sonst auf Spitzbergen liegen. Im europäischen Binnenland sind sie nur sehr selten anzutreffen.
Fortpflanzung
Die Brutzeit der Kurzschnabelgans beginnt etwa Anfang Juni, nachdem die Schwärme Mitte Mai in ihrem Brutgebiet eingetroffen sind und dort zuweilen lockere Kolonien gebildet haben. Das Weibchen legt ca. 3 bis 7 glatte weiße Eier in das hochgelegene und mit weichen Dunenfedern ausgelegte Nest, die von ihm dann für gute dreieinhalb Wochen bebrütet werden. Das Männchen beteiligt sich nicht am Brutgeschäft, bewacht aber seine Brut und Partnerin. Die geschlüpften Jungtiere sind Nestflüchter, die nach ungefähr zwei Monaten flügge sind. Etwa im Juli durchlaufen die Altvögel ihre Mauser; während dieser flugunfähigen Zeit bilden sie zusammen mit ihren Artgenossen ausgeprägte Herden. Ab August beginnt der gemeinsame Rückflug in die Überwinterungsgebiete. Gewöhnlich beginnen die Jungtiere in ihrem dritten Lebensjahr selbst mit der Brut und Jungenaufzucht.
Literatur
* Bergmann, Hans-Heiner, Helmut Kruckenberg & Volkhard Wille (2006): Wilde Gänse - Reisende zwischen Wildnis und Weideland, G. Braun Verlag, Karlsruhe
* Madsen, J., G. Cracknell & Tony Fox (1999): Goose Populations of the Western Palearctic, Wetlands International, Wageningen.
* H. Kolbe, Die Entenvögel der Welt, 5. Aufl., Ulmer Eugen Verlag (1999) - ISBN 3-800-17442-1
* Erich Rutschke: Wildgänse, Lebensweise - Schutz - Nutzung, Berlin: Parey, 1997
Weblinks
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