Anunna
mit einer Abbildung der Anunna.]]Die Anunna sind ein Bestandteil der Sumerischen und Akkadischen Mythologie. Es gibt heute mehrere Schreibweisen: Annunaki, Annunnaki, Anunaki, Anunaku, Anunnaku, Anuna, Anunnaka.
Der Name kommt sowohl als "da-nuna", "da-nuna-ke4-ne", als auch "da-nun-na" geschrieben vor und bedeutet in etwa "die von königlichem Blut". Es ist die sumerische Sammelbezeichnung für die Götter des Himmels und der Erde oder bestimmter lokaler Pantheons. In der Religion der Akkader werden die Anunna als Anunnaki rezipiert. Hier sind sie die unteren beziehungsweise unterirdischen Götter, die denen des Himmels, den Igigi, gegenüber gestellt werden.
Das Oberhaupt des Anunnaki-Rates war der Große An, der Himmelsgott. Um seinen Thron stritten sich die Brüder Enlil und Enki.
Die bekanntesten Anunnaki waren Asaru, Asarualim, Asarualimnunna, Asaruludu, Enki, Namru, Namtillaku und Tutu.
Mythengeschichtlich stellt der Glaube an die Annunaki ursprünglich eine besonders alte Stufe der Götterverehrung dar. So glaubten die Sumerer der Ackerbau, sowie Viehzucht und Webkunst seien von dem heiligen Berg Du-Ku zu den Menschen gebracht worden. Dort lebten die Anunna-Götter. Sie waren einst Götter aus einer sehr alten Zeit ohne individuelle Namen.
Der deutsche Archäologe Klaus Schmidt stellt 2006 in seinem Buch "Sie bauten den ersten Tempel, Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger" die Vermutung zur Diskussion, dass die namenlosen Götter des Anunnarates, die Erinnerung an die Götter spiegelten, die die Steinzeitjäger in der ältesten Steintempelanlage der Welt auf dem Göbekli Tepe zwischen etwa 10.000 v. Chr. und 8000 v. Chr. verehrten. Die große Anlage mit ihren tonnenschweren teilweise mit Reliefs geschmückten und als Götter interpretierten Pfeilern wurde am Ende ihrer Nutzung mit ungeheurem Aufwand unter tausenden Tonnen Erde und Steinbrocken begraben.
Die, nach Auffassung mancher Historiker, zumindest in ihrer Führungsschicht aus Kleinasien stammenden Etrusker kannten als oberste Instanz einen Rat der verhüllten Götter, deren Namen unbekannt und deren Macht unbegrenzt war. Für diesen Rat sind alle übrigen, benennbaren und bildlich darstellbaren Götter nur Stellvertreter. Allerdings ist nach neuererer Forschung eine ägäische Herkunft der Etrusker von der Insel Lemnos sehr viel wahrscheinlicher als eine Herkunft aus Kleinasien, da in Lemnos eine Stele mit Inschriften der lemnischen_Sprache gefunden wurde, die als einzige Sprache in der Welt große Übereinstimmungen mit dem Etruskischen besitzt http://www.etruskisch.de/stn/hk.htm.
Bei den Griechen galten zu Zeiten Homers auch die Götter als dem Schicksal dem "Moira thein" unterworfen. Die Götter waren also nicht allmächtig. An den meisten überlieferten Textstellen erscheint das Schicksal als die "Moiren". Die vorgefaßten Beschlüsse der Moira sind für alle griechischen Götter auch den allesvermögenden Zeus verbindlich.
Siehe auch
Gilgamesch Epos, Sumerer, Akkader, Enuma Elisch
Quellen
Literatur
Helmut Freydank u.a.: Lexikon Alter Orient. Ägypten * Indien * China * Vorderasien, VMA-Verlag, Wiesbaden 1997 ISBN 3-928127-40-3
Brigitte Groneberg: Die Götter des Zweistromlandes. Kulte, Mythen, Epen, Artemis & Winkler, Stuttgart 2004 ISBN 3760823068

