Treffen (Kärnten)
Treffen (Marktgemeinde im Bezirk Villach-Land in Kärnten.Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde liegt am Übergang des Gegendtals zum Villacher Becken mit Anteilen am westlichen Ufer des Ossiacher Sees, etwa 8 km nördlich von Villach. Im Nordosten reicht das Gemeindegebiet bis zur Gerlitzen, im Südwesten bis ins Krastal, zum Hochpirkach und zum Oswaldiberg.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde ist in sieben Katastralgemeinden (Buchholz, Ossiachberg, Sattendorf, Töbring, Treffen, Verditz, Winklern) gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften:
Annenheim, Äußere Einöde, Buchholz, Deutschberg, Eichholz, Görtschach, Innere Einöde, Kanzelhöhe, Köttwein, Kras, Lötschenberg, Niederdorf, Oberdorf, Ossiachberg, Pölling, Retzen, Sattendorf, Schloss Treffen, Seespitz, Stöcklweingarten, Töbring, Treffen, Tschlein, Verditz, Winklern
Geschichte
Funde aus dem Jahr 500 v. Chr. weisen auf frühe Besiedlungen bei Görtschach und im Krastal hin. Um 45 n. Chr. und danach wurde das heutige Gemeindegebiet von Treffen durch die Römer besiedelt. Schon damals wurde Marmor_im_Krastal gewonnen, wie Römersteine aus Marmor, die in die Pfarrkirche eingemauert sind, beweisen. Nach den Römern siedelten sich Slawen an, aus dieser Zeit stammen die slawischen Namen ?Trebina? für Treffen und ?Conpolje? (= Feld) für Pölling.
Treffen wurde schon 860 erstmals in einer Urkunde erwähnt, mit der der fränkische König Ludwig der Deutsche den Königshof zu Treffen (?curtis ad Trebinam?) sowie 70 Huben dem Salzburger Bischof Adalwin schenkte. Man vermutet heute, dass es sich um Besitzungen handelt, die heute nahe von Treffen, jedoch am Gemeindegebiet von Villach liegen (bei der Ortschaft St. Ruprecht am Moos). Im Jahr 876 erwähnte eine Schenkungsurkunde König Karlmanns den Namen Treffen ein weiteres Mal, als er königliches Eigengut an das bayerische Kloster Ötting übertrug (in der selben Urkunde, welche die älteste Originalurkunde Kärntens ist, wird auch das heutige Villach zum ersten Mal als pons Uillah erwähnt). Das Kloster errichtet in Treffen im Jahr 890 die heutige Pfarrkirche St. Maximilian. Über das Bistum Passau und das Geschlecht der Eppensteiner gelangte Treffen 1163 in den Besitz des Patriarchats_von_Aquileia.
Das Schloss Treffen am Ausläufer des Oswaldibergs wurde im 16. Jahrhundert vom Adelsgeschlecht der Liechtensteiner errichtet. Nach der Zerstörung durch ein Erdbeben im Jahr 1690 wurde es ein Jahr später wieder aufgebaut.
Die Gemeinde Treffen wurde 1850 gebildet, 1984 wurde sie zur Marktgemeinde erhoben.
Heute ist Treffen ein beliebter Ort vor allem für den Sommertourismus und verzeichnet rund 450.000 Übernachtungen jährlich. Die ab 1925 gebaute und 1928 eröffnete Kanzelbahn ist auch heute noch eine touristische Attraktion des Orts.
Bevölkerung
Nach der Volkszählung 2001 hat die Gemeinde Treffen 4.279 Einwohner, davon sind 95,3 % österreichische und 1,8 % deutsche Staatsbürger.
Zur römisch-katholischen_Kirche bekennen sich 51,9% der Gemeindebevölkerung, zur evangelischen_Kirche 37,6 % und zum Islam 0,8 %. Ohne religiöses Bekenntnis sind 6,8 %. Die Gemeinde gehört damit zu denjenigen Gemeinden Kärntens, in denen der evangelische Anteil am höchsten ist.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
*Schloss Treffen ? Renaissance-Schloss aus dem 16. Jahrhundert
*St. Maximilian ? katholische Pfarrkirche aus dem späten 9. Jahrhundert
*Elli-Riehl-Puppenwelt - Puppenmuseum mit über 700 Stoffpuppen von Elli Riehl
*Finsterbach Wasserfälle in Sattendorf
* Mammutbaum - Der Oberlehrer Ernst Steiner pflanzte im Jahre 1900 mitten im Ortsgebiet von Treffen einen Riesenmammutbaum, der einhundert Jahre später an der Basis bereits einen Umfang von 6,60 Metern aufwies und in Brusthöhe immer noch 4,55 m hatte. Er gehört zur monotypischen Gattung der Sequoia Gigantea aus der Familie der Taxiodiaceae.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder. Die Zusammensetzung ist nach der letzten Gemeinderatswahl 2003 wie folgt:
• Sozialdemokratische' target='blank'>Partei] - 12
• Partei] - 7
• Volkspartei] - 4
Mit Karl Wuggenig stellt die SPÖ den Bürgermeister.
Wappen
Von den ersten Grafen von Treffen, die seit 1125 nachweisbar sind, ist kein Wappen überliefert, daher griff man bei der Verleihung eines Wappens für die Marktgemeinde, welche formell am 22. August 1960 erfolgte, auf das Guido Zernatto, Politiker und Schriftsteller, wurde in Treffen geboren. Ihm zu Ehren ist eine Inschrifttafel an der Außenwand der Pfarrkirche angebracht.
Weblinks
*
• Elli Riehl Puppenwelt

