Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau
Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau (1715; ? 1780) war das achte von zehn Kindern des Fürsten Leopold_I._von_Anhalt-Dessau und seiner Ehefrau Reichsgräfin Anna Luise Föhse.Als Lieblingskind ihres Vaters erhielt sie mit 27 Jahren das Gut Mosigkau bei Dessau geschenkt. Die zeitlebens unverheiratete Fürstin begann alsbald mit der Auswahl eines Architekten aus der sächsischen Schule. Ab 1757 verbrachte sie ihre Sommeraufenthalte in dem für sie neu erbauten Schloss Mosigkau. Grundriss und Raumfolge ließ sie für einen reinen Frauenhaushalt planen, die Herren logierten in den Pavillonbauten.
Ihr Geschick in Finanzdingen führte dazu, dass sie regelmäßig die Abrechnungen ihres Bruders Fürst Moritz von Anhalt-Dessau kontrollierte und während dessen 1759 erlittener schwerer Kriegsverletzung die Aufsicht über seine Güter und sein Personal übernahm.
In ihrem Todesjahr verfügte sie die Errichtung eines ?Hochadligen Fräuleinstiftes? in Schloss Mosigkau, das bis 1945 bestand. Seither ist es als Museum zugänglich.
Siehe auch
Anhalt
Askanier

