Anna Walentynowicz
Anna Walentynowicz (1929 in Równe, heute Ukraine) ist eine ehemalige Arbeiterin der Leninwerft Danzig und Mitglied der Solidarno??.Die Kranführerin Walentynowicz gehört neben Lech Wa??sa zu den bekanntesten Gründungsmitgliedern der Solidarno?? während der Streiks im August 1980. Sie wurde von der Werftführung am 7. August 1980 fristlos entlassen, wenig später auch Wa??sa. Walentynowicz fehlten zu diesem Zeitpunkt nur fünf Monate, bis sie pensioniert werden sollte. Ihre Entlassung führte am 14. August zu den Streiks, die mit der Gründung der ersten freien Gewerkschaft Solidarno?? und Ende August mit den August-Übereinkünften zwischen der Solidarno?? und dem kommunistischen Regime führten. Walentynowicz und Wa??sa wurden danach wieder eingestellt.
Noch in den 1980er Jahren trat die Rentnerin jedoch aus der Gewerkschaft aus, da sie nicht mit der Politik der Gewerkschaftsführung um Wa??sa einverstanden war. Ebenso trat sie nach der politischen Wende 1989 immer wieder als Kritikerin der Politik der politischen Parteien auf, die aus der Gewerkschaft hervorgegangen waren. 2003 sollte sie zur Ehrenbürgerin Danzigs ernannt werden, lehnte dies jedoch ab, ebenso lehnte sie eine Ehrenpension ab, die ihr der polnische Ministerpräsident Marek Belka 2005 anbot.
An den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Entstehung der Solidarno?? nahm sie ebenfalls nicht teil.
Dagegen nahm sie 2005 die amerikanische Freiheitsmedaille aus der Hand von Präsident Bush an.
Der deutsche Regisseur Volker Schlöndorff hat gegen den Widerstand der Protagonistin ihre Lebensgeschichte in Danzig mit Katharina Thalbach als "Agnieszka" in einer deutsch-polnischen Ko-Produktion verfilmt. Thalbach erhielt dafür im Februar 2007 den Bayerischen_Filmpreis. Der Film Strajk ? Die Heldin von Danzig ist seit 8. März 2007 in den deutschen Kinos, in Polen ist er kurz vorher gestartet.

