Anna Maria Martinozzi
Anna Maria Martinozzi (1637 in Rom; ? 4. Februar 1672 in Paris) war die Tochter des Hieronymus (Geronimo) Martinozzi, Markgraf von Fano und der Laura Margareta Mazarini somit Nichte des Kardinal_Mazarin.
Schon als kleines Mädchen von zehn bestach sie, nach ihrer Ankunft in Paris, durch ihre Schönheit und ihre blonden Haare. Mazarin hatte sie zunächst mit dem Herzog von Candale vermählen wollen, doch dieser liebte seine Freiheit und ließ sich Zeit. So rückte Armand_Prince_de_Conti nach, der als Bruder des großen_Condé in der Fronde eine große Rolle gespielt hatte. Mazarin sah in der Heirat die Chance, sich mit den Großen des Landes nach der Fronde auszusöhnen; der Bräutigam die Chance, dass seine Schulden bezahlt wurden. Bei der Hochzeit 1654 gab es für ihn obendrein noch eine Mitgift von 200.000 Talern und die Statthalterschaft von Guyenne.
Nach der Genesung von einer schweren Krankheit, flüchtete Anna Maria in die Religion und machte sich als Wohltäterin verdient. Sie beeinflusste ihren Mann, der die, von ihm in der Fronde höchstpersönlich verwüstete Guyenne, wieder aufbaute. Mit 35 Jahren erlitt sie einen Schlaganfall und starb. Den Großteil ihrer Hinterlassenschaft erhielten die Armen und ihre Diener. Ihre Mitgift hatte sie größtenteils zurückgezahlt, obwohl sie zwei Söhne hatte:
• Armand I. de Bourbon, prince de Conti/'>Louis Armand I.] (1661-1685), Prince de Conti
• Louis de Bourbon, prince de Conti|François Louis "der große Conti"] (1664-1709), Prince de La-Roche-sur-Yon, Prince de Conti 1685
Literatur
* Paul Guth: "Mazarin" Heyne-Verlag 1982 ISBN: 3453550293
* Auguste Bailly: "Mazarin" Rohrer 1947 ASIN: B0000BG2K4

