Anna Månsdotter
Anna Månsdotter (28. Dezember 1841 in Yngsjö, ? 7. August 1890 in Kristianstad) war die letzte Frau, die in Schweden hingerichtet wurde, nachdem sie ihre Schwiegertochter ermordet hatte. Für diesen Mord wurde sie mit dem Beinamen ?Yngsjö-Mörderin? belegt.
Das Opfer war Månsdotters Schwiegertochter Hanna Johansdotter (1867?1889), die dem inzestuösen Verhältnis zwischen Månsdotter und ihrem Sohn Per Nilsson im Weg stand. Anna Månsdotter erdrosselte ihre Schwiegertochter und versuchte die Tat als Unfall (Sturz von der Kellertreppe) zu tarnen, was jedoch misslang.
Sowohl Anna Månsdotter als auch ihr Sohn ? angeklagt als Mittäter ? bekannten sich schuldig und wurden zum Tode verurteilt. Am 7. August 1890 wurde Anna Månsdotter in Kristianstad durch das Handbeil hingerichtet. Scharfrichter war Schwedens letzter Henker Anders Gustaf Dahlman (? 1920). Månsdotters Sohn wurde zu lebenslanger Zwangsarbeit begnadigt und 1913 freigelassen. Er starb 1918.
Die letzte Hinrichtung in Schweden fand 1910 in Stockholm statt. Hingerichtet wurde der Raubmörder Alfred Ander, ebenfalls von Henker Dahlman. Bei Anders? Hinrichtung kam zum ersten und letzten Mal die Guillotine zum Einsatz.
1921 schaffte Schweden die Todesstrafe in Friedenszeiten ab.

