Anna-Sophianeum
Das Anna-Sophianeum ist ein Gymnasium in Schöningen in Niedersachsen.Chronik des Gymnasiums Anna-Sophianeum
1638 erwarb die braunschweigische Herzoginwitwe Anna-Sophie das Gebäude ?Markt 33?, das heutige Heimatmuseum, um dort eine Lateinschule einzurichten. Ostern 1640 wurde der Schulbetrieb aufgenommen.
Am 5. November 1808 wurde das Gymnasium, auch ?lateinische? oder ?fürstliche Schule? genannt, durch ein Dekret des Königs von Westfalen, Jérôme, den Bruder Napoleons, aufgehoben. Die Schule wird als Stadtknabenschule weitergeführt, doch eine höhere Schulbildung kann erst 1842 wieder erreicht werden.
Ab 1842 werden ?Nebenklassen? an der Knaben- und Mädchenschule eingerichtet, in denen befähigte Schülerinnen und Schüler in mehreren Stunden in der Woche Zusatzunterricht in Latein, Englisch und Französisch erhalten. Ab 1883 werden diese Klassen auch ?Selekta? genannt. Die ?Nebenklassen? bzw. ?Selekta? werden allmählich von der I. Knabenbürgerschule getrennt und zu einem selbständigen Schulzweig unter dem Namen ?Progymnasium? oder ?Realgymnasium? zusammengefasst.
An Ostern 1890 wird ein gymnasialer Schulzweig eröffnet. Der gymnasiale Schulzweig umfasst die Klassen Sexta, Quinta, Quarta. Er soll Schülern den Übergang in die Tertia des Helmstedter Gymnasiums ermöglichen.
Dieser Unterricht des sogenannten Progymnasiums fand von 1890 bis 1882 in den Räumen der städtischen Bürgerschulen statt. Von 1892 bis 1903 befand sich dieser Schulzweig in gemieteten Räumen im Hause Dr. Heinrich-Jasper-Str. 9, und von 1903 bis 1912 im 1. Stock des ?Roten Gebäudes? Ecke Schulstraße/ Schützenbahn.
1912 erhielt die Schule ein eigenes Gebäude in der Schützenbahn, das heute als Grundschule genutzt wird. Die Schule heißt jetzt ?Städtische Realschule?.
Am 1. September 1910 bekommt die Schule einen eigenen Direktor, Dr.Heinrich Hamel, nachdem die Schule von dem Direktor der Bürgerschulen bis dahin mit verwaltet wurde. Am 1. Oktober 1910: wird die Herzogliche Oberschulkommission vorgesetzte Behörde. Dies wird als das eigentliche Gründungsdatum der Schule gesehen.
Ab 1911 bis 1913 erfolgt ein schrittweiser Ausbau zu einer sechsklassigen Realschule. Die Schule umfasst ab 1913 die Klassen von der Sexta bis zur Prima.
Ostern 1914 verlassen vier Schüler nach bestandener Prüfung die sechsklassige Anstalt. Ab 1926 bis 1928 erfolgt der Aufbau einer Oberstufe. Im März 1928 legen zum ersten Mal acht Jungen und ein Mädchen in Schöningen ihre Abitur-Prüfung ab.
1932 wird die Oberstufe wieder abgebaut, 1934 erfolgt die letzte Abiturprüfung, doch 1937 wird die Oberstufe wieder aufgebaut. Seit 1938 führt die Schule die Bezeichnung ?Städtische Oberschule?. Die erste Abiturprüfung nach Wiedereinführung der Oberstufe erfolgt 1939.
1955 werden die Oberschulen in Gymnasien umbenannt. Zu Ehren der Gründerin der ?Hohen Schule?, Markt 33, nennt sich das Schöninger Gymnasium seit 1956 Gymnasium Anna-Sophianeum.
Besonderes
* Schon früh (ab 1976) wurde an dieser Schule ein Informatikunterricht mit eigenen Computern angeboten.
Weblinks
* http://www.anna-sophianeum.de

