Fußnote
Als Fußnote bezeichnet man eine Form des Drucklayouts, durch die Anmerkungen aus dem Fließtext ausgelagert werden. Dies hat den Zweck, den Text flüssig lesbar zu gestalten.
Gemäß DIN 5008 sind Fußnoten mit arabischen Ziffern über alle Seiten hinweg fortlaufend zu nummerieren. Sofern der gesamte Text nicht mehr als drei Fußnoten enthält, dürfen auch Sonderzeichen (z. B. Sterne) verwendet werden. Grundsätzlich dürfen sie nur am Fuß einer Seite und nicht beliebig am Textende positioniert werden. Sie sind vom vorangehenden Text durch mindestens eine Leerzeile und den Fußnotenstrich (Grundstrich) abzugrenzen.
Sogenannte Endnoten (die am Text- oder Abschnittsende, nicht am Fuß der Seite platziert werden) sind nach DIN 5008 nicht zulässig, werden jedoch oftmals auch in wissenschaftlichen Publikationen verwendet. Der Grund liegt darin, dass viele Herausgeber befürchten, die Fußnoten könnten auf ein breiteres Publikum abschreckend wirken. Für den interessierten Leser praktischer sind hingegen die Fußnoten.
Die Gesamtheit der Fuß- oder Endnoten eines Werkes bezeichnet man als Anmerkungsapparat oder auch wissenschaftlichen Apparat, im Gegensatz zum eigentlichen Text, der Darstellung heißt. Eine Fußnote ist nur ein drucktechnisches Mittel zur Realisierung einer Anmerkung und ist an sich noch kein Beweis für eine wissenschaftliche Untermauerung eines Tetes.
Siehe auch
Anmerkung
Literatur
* Peter Rieß: Vorstudien zu einer Theorie der Fußnote. Berlin / New York: Walter de Gruyter 1984.
Anthony Grafton: Die tragischen Ursprünge der deutschen Fußnote. Berlin: Berlin-Verlag 1995.
Weblinks
• Studie zu Fußnoten in modernen Romanen

