Anke Fuchs
Anke Fuchs geb. Nevermann (5. Juli 1937 in Hamburg) ist eine deutsche Politikerin (SPD).Sie war von April bis Oktober 1982 Bundesministerin_für_Jugend,_Familie_und_Gesundheit und von 1998 bis 2002 _Vizepräsidentin_des_Deutschen_Bundestages.
Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur 1956 begann Anke Fuchs ein Studium der Rechtswissenschaft, welches sie mit dem ersten und 1964 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Sie war dann bis 1968 Referentin für Arbeitsrecht und Sozialpolitik beim DGB-Bezirk Nordmark. Von 1971 bis 1977 war sie dann geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der IG Metall.
Familie
Anke Fuchs ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist die Tochter des ehemaligen Ersten Bürgermeisters von Hamburg Paul Nevermann (SPD).
Partei
Seit 1956 ist sie Mitglied der SPD. Ab 1979 gehörte sie dem SPD-Bundesvorstand an. Von 1986 bis 1991 war sie zudem Mitglied im Präsidium der SPD. Von 1987 bis 1991 war sie Bundesgeschäftsführerin der SPD.
Bei der Wahl des ersten sächsischen_Landtags am 14. Oktober 1990 kandidierte sie gegen Kurt Biedenkopf für das Amt der Ministerpräsidentin. Die SPD erreichte 19,1 % der Stimmen. Auch wenn dies das bis heute beste Ergebnis der sächsischen SPD war, so reichte es nicht, um die Regierung zu übernehmen, zumal die CDU mit 53,8 % der Stimmen die absolute Mehrheit erlangte.
Abgeordnete
1971 wurde sie in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt.
Von 1980 bis 2002 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Von April 1993 bis Oktober 1998 war sie hier Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Von Oktober 1998 bis Oktober 2002 bekleidete sie dann das Amt der _Vizepräsidentin_des_Deutschen_Bundestages.
Anke Fuchs ist 1980 und 1998 als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Köln II und sonst stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag eingezogen.
Öffentliche Ämter
Am 26. April 1977 wurde sie zur Staatssekretärin im Bundesministerium_für_Arbeit_und_Sozialordnung ernannt.
Nach der Bundestagswahl 1980 wurde sie dann zur Parlamentarische_Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung berufen.
Im Zuge einer Kabinettsumbildung wurde sie noch kurz vor dem Ende der sozialliberalen Koalition am 28. April 1982 zum Bundesminister_für_Jugend,_Familie_und_Gesundheit ernannt. Nach der Wahl von Helmut Kohl zum Bundeskanzler schied sie am 4. Oktober 1982 aus der Bundesregierung aus.
Gesellschaftliche Ämter
Seit 1995 ist sie die Präsidentin des Deutschen Mieterbundes, ein Amt das vorher schon ihr Vater innegehabt hatte. Außerdem ist sie seit 2003 Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung. Des Weiteren ist sie Vorsitzende des Aufsichtsrates der DMB Rechtsschutz-Versicherung AG
Siehe auch
Kabinett Schmidt III
Weblinks
• Biographie beim Deutschen Bundestag
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