Anja Andersen
Anja Andersen (15. Februar 1969 in Odense) ist eine dänische Handballspielerin und -trainerin.Anja Andersen gilt als eine der besten Handballerinnen aller Zeiten. Ihre Eltern Keld und Vivi spielten ebenfalls in den dänischen Handballnationalmannschaften, so dass Anja von kleinauf mit dem Sport in Verbindung gekommen war. Zwischen 1989 und 1999 spielte sie 133-mal für die dänische_Nationalmannschaft und erzielte 726 Tore. In dieser Zeit gewann sie alles, was es im Handball zu gewinnen gibt. 1987 gewann sie WM-Silber mit der Juniorinnen-Nationalmannschaft. 1993 gewann sie Silber, 1995 Bronze und 1997 Gold bei der Weltmeisterschaft. 1996 errangen die dänischen Handballerinnen mit Anja Andersen als Spielmacherin den Olympiasieg. 1992 und 1999 gewann sie mit Bækkelaget die norwegische Meisterschaft. 1994 bis 1996 wurde sie dreimal deutsche Meisterin als Spielerin von TuS Walle Bremen, 1994 und 1995 außerdem Pokalsiegerin. 1998 wurde sie Welthandballerin des Jahres.
Als Trainerin setzte sie ihre Siegesserie fort. Als sie wegen schweren Herzproblemen 1999 ihre Karriere vorzeitig beenden musste, wurde sie Trainerin des Zweitligaklubs Slagelse FH. Der Aufstieg gelang auf Anhieb, und das Team entwickelte sich unter Anja Andersens Führung schnell zu einem der besten im Damenhandball weltweit. Es gelang ihr, einige der besten Handballerinnen des Landes nach Slagelse zu holen, darunter auch ihre einstige Nationalmannschaftskollegin Janne Kolling. Slagelse FH (inzwischen "DT" genannt) gewann 2003 erstmals die dänische Meisterschaft. 2005 und 2007 folgten zwei weitere Meisterschaften. In den Jahren 2004, 2005 und 2007 gewann Slagelse unter ihrer Leitung die EHF Champions League.
Schon zu Spielerzeiten erwarb sich Anja Andersen den Ruf als enfant terrible des dänischen Handballsports. Auch als Trainerin kam sie wiederholt wegen überzogener Unmutsäußerungen auf die Titelseite der darauf aufmerksamen dänischen Boulevardpresse. Ihre Erfolge als Trainerin bestätigen jedoch ihre Popularität.
2006 wurde Anja Andersen serbische Nationaltrainerin. Nachdem sich Serbien erfolgreich gegen den Vize-Weltmeister Rumänien für die Europameisterschaft_2006 qualifizieren konnte, gab sie das Amt aufgrund Unstimmigkeiten mit dem Verband wieder ab.

