Anio Vetus
Der Anio Vetus (benannt nach dem Fluß Aniene, lat. Anio) war eine römische Wasserleitung (Aquädukt) zur Versorgung des antiken Roms.Geschichte
Der Anio Vetus war die zweite Wasserleitung in Rom. Ihre Konstruktion begann 272 v. Chr. und endete 269 v. Chr. Die Censoren Manius Curius Dentatus und Lucius Papirius Praetextatus ordneten den Bau an, der aus der Beute des Sieges_gegen_Pyrrhus finanziert wurde. Nach dem Tod der beiden Censoren wurde die Wasserleitung von Marcus_Fulvius_Flaccus vollendet.
Den Namen Anio Vetus (lateinisch vetus ?alt?) erhielt die Wasserleitung beim Bau des Anio Novus (novus ?neu?) im Jahre 38 n. Chr.
Wasserführung
Für die Wasserversorgung wurde Wasser aus dem Fluss Anio in der Nähe von Tibur entnommen. Die rund 64 km lange Wasserleitung verlief aus strategischen Gründen fast gänzlich unterirdisch. Sie endete zwischen der Porta Esquilina und dem Viminal.
Mehrere Male musste die Wasserleitung repariert werden. Dies geschah insbesondere unter Quintus_Marcius_Rex im 2. Jahrhundert v. Chr., dann unter Marcus Vipsanius Agrippa im Jahr 33 v. Chr. und unter Kaiser Augustus in den Jahren 11 bis 4 v. Chr.
Nach dem Bau des Anio Novus und den Reformen des Oberaufsehers über die Aquädukte, Sextus Iulius Frontinus, die die Qualität des Wassers steigerten, wurde das Wasser des Anio Vetus größtenteils zum Gießen der Gärten verwendet.
Weblinks
• Artikel bei Platner/Ashby, A Topographical Dictionary of Ancient Rome (1929)
Siehe auch
Wasserversorgung im Römischen Reich
Aquädukt

