Anglo-amerikanisch
Das Adjektiv anglo-amerikanisch (= Englisch-Amerikanisch ) wird in geographischen, politischen und kulturellen Sachzusammenhängen verwendet. Der Wortbestandteil anglo zielt dabei auf das Volk_der_Angeln, da sich der Name England für den südöstlichen Teil Britanniens von den Angeln ableitet. Amerikanisch, bezogen auf den Kontinent Amerika, meint Nord-Amerika und hier in der Regel die Vereinigten_Staaten_von_Amerika (USA). Anglo-amerikanisch umfasst eine andere Begrifflichkeit als US-amerikanisch, die genaue Bedeutung ergibt sich jedoch oft nur aus dem konkreten Zusammenhang.Global
Global im engeren Sinne sind die USA und das Vereinigtes_Königreich_Großbritannien_und_Nordirland (United Kingdom, kurz UK) angesprochen. Im weiteren Sinne kann damit auch ein Sprachkreis gemeint sein, zu dem diejenigen Nationen zählen, in denen die Englische Sprache die Muttersprache bildet. Gründe dafür können in Einwanderung beziehungsweise Kolonisation liegen. Zu diesen Staaten werden neben Irland und Kanada auch Australien und Neuseeland gerechnet. Dabei wird auch oft von den "angelsächsischen Ländern" gesprochen.
Anglo-amerikanisch kann auch die besondere historische, politische, wirtschaftliche oder militärische Verbindung zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich ansprechen. In diesem Zusammenhang war anglo-amerikanisch während der NS-Zeit im offiziellen deutschen Sprachgebrauch deutlich negativ konnotiert. Insbesondere während des Zweiten Weltkrieges war damit ein Feindbild gemeint. Mit Einschränkungen galt dies auch später in der DDR.
Innerhalb Amerikas
Innerhalb des amerikanischen Kontinents steht anglo-amerikanisch als Adjektiv zu Angloamerika, den Teil Amerikas, in dem der überwiegende Teil der Bevölkerung Englisch spricht und als durch die englische Kultur (im weitesten Sinne) geprägt gilt. Angloamerika besteht in diesem Zusammenhang aus den zwei Staaten, USA und Kanada, und umfasst damit den größten Teil Nordamerikas. Anglo-amerikanisch ist dabei der Gegenbegriff zu lateinamerikanisch beziehungsweise iberoamerikanisch.
Innerhalb des USA selbst gelten Angloamerikaner (English Americans) als eine Bevölkerungsgruppe weißer Hautfarbe, deren Vorfahren aus England beziehungsweise dem Vereinigten Königreich einwanderten. Hier ist anglo-amerikanisch ein Gegenbegriff zu afroamerikanisch.

