Kabardiner (Pferd)
Der Kabardiner ist ein Gebirgspferd aus dem Kaukasus, das dort immer noch von der Landbevölkerung intensiv benötigt wird und heute in Westeuropa viele Freunde unter Freizeit-, Wander- und vor allem auch Distanzreitern findet.
Er hat seinen Namen vom Volk der Kabardiner, einem Stamm der Tscherkessen.
Exterieur
Der Kabardiner ist ein elegantes Robustpferd und ideal auf seinen Zuchtzweck ausgerichtet. Die Beinstellung ist leicht säbelbeinig, was ? in Kombination mit einer abgeschlagenen Kruppe ? zu einem sicheren Gang auch in schwierigstem Gelände führt und eine evolutionäre Anpassung an sein Einsatzgebiet ist. Der Kopf ist lang mit leichtem Ramsprofil und trocken. Die langen Ohren haben häufig nach innen gebogene Spitzen. Mähne und Schweif sind voll. Der Röhrbeinumfang beträgt 18 bis 21 Zentimeter, das Stockmass differiert von 150 bis 162 Zentimeter, wobei Stuten etwas kleiner sind als die Hengste.
Interieur
Der Kabardiner ist berühmt für seine Härte und seinen Orientierungssinn, die ihre Basis darin haben, daß er in erster Linie von Hirten und Jägern im Gebirge eingesetzt wurde. Als typisches Gebirgspferd ist er scheufrei und sehr nervenstark. Er ist besonders interessant für das Distanz- und Wanderreiten, aber auch für viele andere Pferdesportarten, wie Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Western oder Fahren.
Zuchtgeschichte
Die Rasse geht auf das 16. Jahrhundert zurück und entwickelte sich aus dem alten Tscherkessenpferd, das auf persische und arabische Pferde zurückgeht. Später wurden Perser, Karabagh, Turkmene und Araber eingekreuzt, sowie Nogaier und mongolische Steppenpferde.
Der Anglo-Kabardiner wurde ab dem Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Kabardiner durch Einkreuzung von englischem Vollblut gezüchtet.
Die Kabardiner werden vor allem im Nordkaukasus und in angrenzenden Regionen gezüchtet und haben und hatten Einfluss auf viele Pferderassen rund ums südliche Mittelmeer und das schwarze Meer. Den Großteil des Jahres weiden sie auch heute noch im natürlichen Herdenverband auf Wiesen in der Höhe bis 3000 Metern in Sichtweite des Elbrus.
Im Ursprungsgebiet wurden und werden Kabardiner als Reit- und Lasttiere eingesetzt. Vor allem der Grenzschutz im Hochgebirge (Saumpferde), aber auch die täglichen Besorgungen und Besuche werden im Kaukasus zu Pferd erledigt. Besonders intensiv ist der Einsatz für Hirten die Herden im Hochgebirge begleiten.
In der westlichen Welt finden Kabardiner besonders viel Einsatz als Freizeit- und Wanderreitpferde sowie im Distanzsport, wo sie sich als zweite Rasse neben den Arabern zu etablieren beginnen.
Siehe auch: Liste der Pferderassen
Weblinks
* http://www.kabardiner.de
* http://www.kabardians.com
• Kabardiner ? seltene Schönheiten aus dem Kaukasus!
• Russlands-Pferde.de

