Angersbach (Adelsgeschlecht)
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Angersbach ist der Name eines alten hessischen Adelsgeschlechts chattischen Ursprungs mit Wurzeln im Vogelsberg. Der Name Angersbach leitet sich aus dem germanischen z' Angerspah ab und bedeutet soviel wie: z' = zum, angara = fließendes Wasser, res = Sumpf und pah = Bach.
Geschichte
Als um 800 n. Chr. die Franken Hessen besetzten, entstanden - wie in dieser Zeit üblich - auch in Hessen Ministerialen. Angersbach ist eins der ältesten dieser Geschlechter. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 812 n. Chr. in Zusammenhang mit dem Bau einer Kirche in Schlitz, welche von Johannes Baron von Angersbach finanziert wurde (Quelle: Fuldaer Urkunde).
Die nächste wichtigere urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1114 n. Chr., als Friedrich von Angersbach Güter in Sternrod (Dorf südlich von Angersbach) dem Fuldauer Stift schenkte.
*1247: Friedrich von Angersbach baut die Burg Wartenberg.
*1264: Gisela von Angersbach zu Wartenberg heiratet Guntram I Schenk zu Schweinsberg.
*1306: Johann von Angersbach taucht als Bürger zu Lauterbach und Lehensmann des Fuldaer Abtes auf.
*1338: Wiegand von Angersbach wird als Schöffe zu Lauterbach genannt.
*1341: Wiegand und seine Brüder mußten beim Abt zu Fulda Klage darüber führen, dass Johann von Eisenbach ihnen unter anderem zwei ehemals wartenbergische Güter in Angersbach weggenommen hatte.
*1379 bis 1413: begegnen wir in Hersfeld einem Stiftsprobst Dietrich von Angersbach.
*1381: ein Schultheiß (Bürgermeister) Johannes von Angersbach wirkt als Beamter in Hersfeld.
*1407 bis 1414: wirkt Johann von Angersbach als Pastor der Pfarrkirche zu Lauterbach.
*1422: Ludwig von Angersbach ist Priester in Hersfeld
*1432 bis 1435: Dietrich von Angersbach ist Priester in Hersfeld
*1438 bis 1464: Johannes von Angersbach führt als angesehener Bürger und Richter zu Lauterbach ein Siegel mit dem alten Wappen. Er besaß in Maar umfangreiche Lehensgüter, die schon seinem Vater gehört hatten. Sein Sohn hieß ebenfalls Johannes. Er siedelte nach Alsfeld über, wo er 1472 als Richter erwähnt wird.
*1445: Heinrich von Angersbach ist Pastor der Pfarrkirche zu Lauterbach.
*1467: Paulus von Angersbach fungiert als Schöffe der Reichsstadt Oppenheim.
*1496: Konrad von Angersbach lebt als Bürger in Erfurt.
*1527: Michael von Angersbach wandert nach Dänemark aus.
*ab 17./18.Jh.: Dän./Norweg. Offiziere
*1810: Marie Elisabeth von Angersbach ist Gutsherrin in Dänemark/Vestmark
*1879: Friedrich von Angersbach wandert nach New Jersy (USA) aus.
*1896: Heinrich von Angersbach wandert ins Wolga-Gebiet (Russland) aus.
Die Familie unterteilt sich nach den jeweiligen Ländern in deutsche, amerikanische, russische und dänische/norwegischen Linien.
Wappen
Das Wappen zeigt einen grünen Schild, der von einem Querbalken von rechts unten nach links oben durchzogen wird. In der rechten oberen Ecke befindet sich ein sechszackiger Stern. Den Farben wird eine tiefere Symbolik zugesprochen, die wie da folgt ist: Grün steht für Freiheit und Gelb für Weisheit; wobei der Stern auch als Abendstern interpretiert wird.

