Großes Windröschen
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Das Große Windröschen (Anemone sylvestris) ist eine Art der Gattung Windröschen (Anemone) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die mehrjährige Pflanze kommt auf eher hellen und trockenen Standorten vor und erreicht eine Höhe von 40 cm und darüber hinaus. Die früher häufige Pflanze ist in den vergangenen Jahrzehnten selten geworden, gefährdet, und daher geschützt. Das Große Windröschen wird wegen seines Vorkommens auch Wald-Windröschen oder Waldsteppen-Windröschen genannt.
Beschreibung
Der abstehend behaarte, 15 bis 35 cm hohe aufrechte Stängel der krautigen_Pflanze trägt
die weiße Blüte mit meist fünf Blütenblättern, der Blütendurchmesser erreicht 4 bis 5 cm. Die Pflanze entwickelt gewöhnlich nur eine Blüte, in äußerst seltenen Fällen werden zwei Blüten am Hochblattquirl gebildet. Unterhalb der Blüten findet man am Stängel drei wirtelig angeordnete Hochblätter. Diese sind rundlich, dreifach bis fünffach geteilt mit zwei- bis dreispaltigen Abschnitten. Sie weisen eine Breite von bis zu 10 cm. auf. Die Laubblätter sind grundständig, tief handförmig eingeschnitten und ungestielt. Sie breiten sich erst nach der Blütezeit vollständig aus.
Die Blütezeit ist von April bis Juni.
Die Pflanze ist giftig
Vorkommen, Verbreitung
Die Pflanze braucht kalkhaltigen, lockeren Boden, bevorzugt aber anders als das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) eher trockene, helle Standorte.
Die Pflanze ist auf Eichenwaldlichtungen, an Waldsäumen, Wegböschungen und auf Halbtrockenrasen zu finden. Man trifft sie bis zu einer Höhe von 1600 Metern an.
Das große Windröschen wird von Insekten bestäubt. Auch Selbstbestäubung kommt vor. Die Samen werden über den Wind verbreitet.
Die wärmeliebende Art kommt vorwiegend in den Mittelgebirgen (kolline bis submontane Höhenstufe) Mittel- und Osteuropas sowie im Kaukasus vor, und fehlt in den Alpen, im nord- und westdeutschen Flachland, sowie auf den britischen Inseln und im Mittelmeerraum.
Gefährdung
Leider hat die Intensivierung der Landwirtschaft mit Flurbereinigung, erhöhtem Nährstoffeintrag und Ausbau der Wege viele Standorte zerstört und zu einem enormen Rückgang der Populationen beigetragen, so dass die Pflanze in ganz Deutschland als gefährdet gilt.
Dem Konkurrenzdruck nichtheimischer Arten, welche die Standorte des großen Windröschens besiedelt haben, ist die Pflanze oftmals nicht gewachsen, was die Bestandssituation zusätzlich verschärft und umfangreiche Schutzmaßnahmen zur Folge haben müsste.
Weblinks
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• Informationen zur Giftigkeit

