Andrzej Munk
Andrzej Munk (16. Oktober 1921 in Krakau, Polen; ? 20. September 1961 in ?owicz, Polen) war ein polnischer Regisseur und Kameramann.
Leben
Munk wurde in Krakau geboren und beendete kurz vor dem Ausbruch des Zweiten_Weltkrieges das Gymnasium. Während der Besetzung durch die Nationalsozialisten zog er nach Warschau. Er nahm einen falschen Namen an, da er sich aufgrund seiner jüdischen Abstammung verstecken musste. In Warschau arbeitete er als Bauarbeiter. Er nahm 1944 am Warschauer Aufstand teil und flüchtete nach dessen Niederschlagung nach Krakau und dann weiter nach Kasprowy Wierch, wo er bei einer Seilbahn als Wärter tätig war. Mit dem Ende des Krieges kehrte er nach Warschau zurück und begann ein Studium an der Technischen_Universität_Warschau. Dieses Studium brach er ab und begann Rechtswissenschaften an der Universität Warschau zu studieren. Anschließend zog er nach ?ód?, um dort an der neu gegründeten Filmhochschule ?ód? zu studieren. 1948 trat er in die Polnische Vereinigte Arbeiterpartei (Polska Zjednoczona Partia Robotnicza) ein. Die Filmhochschulausbildung schloss er 1951 ab und begann als Kameramann bei der Polnischen Wochenschau (Polska Kronika Filmowa). Aus dieser Zeit stammen einige kurze Filme und Dokumente von Munk. 1952 musste Munk seine Parteimitgliedschaft aufgrund ?nicht-normgerechten Verhaltens? aufgeben.
Am 20. September 1961 starb er bei einem Autounfall auf seinem Weg vom KZ Auschwitz-Birkenau, wo er seinen letzten Film Die Passagierin (Pasa?erka) drehte. Er liegt in Warschau auf dem Pow?zki Friedhof (Cmentarz pow?zkowski) begraben.
Zu seinen bekanntesten Werken gehörte das an den Filmen Rash?mon und Citizen Kane orientierte Drama Der Mann auf den Schienen (Cz?owiek na torze) von 1957 sowie der im gleichen Jahr, also zur Zeit der vorsichtigen Liberalisierung unter W?adys?aw Gomu?ka, entstandene, im Zweiten Weltkrieg spielende Doppelfilm Eroica über das polnische Verständnis von Heldentum und Tugend.
Seit 1965 verleiht die Filmhochschule in ?ód? den Andrzej-Munk-Filmpreis für das beste Debüt eines Absolventen.
Filmografie (Auswahl)
* 1955 ? Blekitny Krzy?
* 1956 ? Der Mann auf den Schienen (Cz?owiek na torze)
* 1957 ? Eroica
* 1960 ? Das schielende Glück (Zezowate szcz??cie), eine tragisch-komische Geschichte über einen polnischen Durchschnittsbürger, der immer am falschen Ort zur falschen Zeit ist.
* Unvollendet: Die Passagierin (Pasa?erka), 1963 von Witold Lesiewicz beendet und bei den Internationalen_Filmfestspielen_von_Cannes_1964 im Wettbewerb gezeigt. Er erhielt dort den FIPRESCI-Preis und Munk eine besondere Erwähnung der Jury für sein Gesamtwerk.
Weblinks
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