Andrias Christian Evensen
Andrias Christian Evensen (6. Dezember 1874 in Viðareiði, Färöer; ? 21. Oktober 1917 in Kopenhagen) war ein färöischer Geistlicher, Politiker, Schulbuchautor und Linguist. Zusammen mit seinem Freund Jákup Dahl zählte Andrias Evensen um die Jahrhundertwende zu den Vorkämpfern der färöischen_Sprache.
Familie und Jugend
Andrias Evensen wurde 1874 als Sohn von Anna Maria Nicolina, geborene Lützen, aus Tórshavn und Jens Christian Evensen (1840-1904) aus Hvalba geboren. Sein Vater war Pfarrer und später Propst der Färöer. Sein Großvater mütterlicherseits war der Kaufmann und Lehrer Andreas Christian Lützen (1813-1874).
Andrias heiratete Cornelia Engelsted aus Kopenhagen und in zweiter Ehe Kristina Sofía Joensen aus Skarvanes.
Evensen ging zur Realschule in Tórshavn und ab 1890 auf die Sorø Akademie, wo er 1894 sein Abitur machte. Danach studierte er Theologie in Kopenhagen und machte dort 1901 sein theologisches Examen. In Sorø geriet er in eine tiefe seelische Krise, in der er den Glauben an Gott und die Menschen verlor. Er schrieb 1894 an seinen Vater, dass ihn nur die Liebe zur färöischen_Sprache aus der Krise geführt hätte Kamban I., 132.
Der Linguist
Fortan wurde Evensen ein Vorkämpfer des Färöischen. So polemisierte er mutig gegen den Freund und Kollegen seines Vaters, den Pastor Emil Bruun, der Färöisch als Kirchensprache ablehnte und weiterhin Dänisch bevorzugte:

