Andrei Makine
Andreï Makine (10. September 1957 in Krasnojarsk, Sibirien) ist ein französischer Schriftsteller.Makine studierte in Twer und Moskau Philologie und lehrte kurze Zeit Philosophie in Novgorod. Nach einer Frankreichreise erhält er hier 1987 politisches Asyl und lebt seitdem in Paris. Er beginnt sehr bald damit auf französisch zu schreiben, eine Sprache die er aufgrund seiner französischen Großmutter seit seiner Kindheit beherrscht. Er lebt anfangs in sehr ärmlichen Verhältnissen, unter denen es ihm dennoch gelingt seinen Debütroman ?Tochter eines Helden? zu veröffentlichen. Dies allerdings erst nachdem er den Verlag überzeugte, dass es sich um ein bereits aus dem Russischen ins Französische übersetztes Manuskript handele.
Berühmt wurde er 1995 mit seinem Roman Das französische Testament, für den er den Prix Goncourt und den Prix Médicis erhielt. 2005 erhielt er für sein Gesamtwerk den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis der Stiftung Prinz Pierre von Monaco.
Werke
* Das französische Testament (Le Testament Français, 1995) ISBN 3-453-15024-4
* Das Verbrechen der Olga Arbelina (Le Crime d'Olga Arbélina)ISBN 3-442-72519-4
* Die Liebe am Fluß Amur (Au temps du fleuve Amour, 1994) ISBN 3-442-72520-8
* Russisches Requiem (Requiem pour l'Est, 2000) ISBN 3-455-05145-6
* Tochter eines Helden (La fille d'un héros de l'Union soviétique,1990/1995) ISBN 3-442-72517-8
* Musik eines Lebens (La Musique d'une vie) ISBN 3-455-05146-4
* L'amour humain ISBN 2-02-088426-7 (Éditions du Seuil, 2006)
* La femme qui attendait ISBN 2-02-078746-6 (Éditions du Seuil, 2004)

