Andrei Antonowitsch Gretschko
Andrei Antonowitsch Gretschko (russisch ; * 4. / 17. Oktober 1903 im Dorf Golodajewka (heute Kuibyschewo) in der Oblast Rostow; ? 26. April 1976 in Moskau) war ein sowjetischer Marschall und Politiker.Leben
Militärische Laufbahn
1928 wurde Gretschko Mitglied der KPdSU, 1936 besuchte er die Militärakademie Frunse. 1941 - bei Kriegsbeginn - war er Kommandeur der 34. Kavalleriedivision. Im Winter 1942 erhielt er die Führung des V. Kavalleriekorps. Mit der 47. Armee, die er seit 8. September 1942 führte, wurde er im Raum Noworossisk eingesetzt, übernahm im Oktober 1942 die 18. Armee und als Generalmajor am 5. Januar 1943 im gleichen Gebiet den Oberbefehl über die 56. Armee, mit der er Krasnodar zurück eroberte. Im Dezember 1943 wurde er Oberbefehlshaber (OB) der 1. Gardearmee. 1944 kämpfte er an der Ukrainischen Front (Petrow). 1944 wurde er zum Generaloberst befördert. Es folgten Kämpfe in Galizien und zum Kriegsende im tschechoslowakischen Karpatenraum.
Politische Laufbahn
Gretschko wurde nach Stalins Tod von 1953 bis 1957 Oberkommandierender der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Mit seinen Truppen wurde der Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 beendet. 1955 wurde er zum Marschall der Sowjetunion befördert und zugleich zum Ersten Stellvertretenden Verteidigungsminister ernannt. Er löste 1960 Marschall Konew als Oberkommandierender der Warschauer-Vertrags-Truppen ab, und wurde nach dem Tode von Marschall Malinowskis von 1967 bis 1976 Verteidigungsminister der UdSSR. 1968 koordinierte er die Projektarbeiten zum Einmarsch der Truppen des Warschauer_Vertrages am 21. August 1968 in die ?SSR (Tschechoslowakei). Von 1973 bis 1976 war er schließlich Vollmitglied im höchsten politischen Gremium der UdSSR, dem Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Er wurde zwei Mal mit dem Titel Held der Sowjetunion ausgezeichnet.
Literatur:
* Bertold Spuler: Regenten und Regierungen der Welt, Minister-Ploetz Bd. 4 u. 5, Würzburg, Ploetz 1964 und 1972
Weblinks
• Gretschko in der Großen Sowjetenzyklopädie (russisch)
• Gretschko auf hrono.ru

