Andreas Reinhard
widmete. Eine Online-Edition des Manuskripts befindet sich seit Mai 2006 in Vorbereitung.]]Andreas Reinhard (1571 in Schneeberg, Erzgebirge; ? 1. Juni 1613 ebenda) war ein deutscher Rechenmeister und Verfasser des Rechenbuchs Drei Register Arithmetischer ahnfeng zur Practic.
Leben und Werk
Lebensumstände
Andreas Reinhard wurde im Jahr 1571 in Schneeberg im westlichen Erzgebirge als Sohn des Organisten Donat (auch: Thonat) Reinhard (* um 1544 ? 1594) und dessen Frau Katharina (? 7. November 1593) geboren und dort am 6. März getauft.
Reinhards weitere Lebensumstände liegen weitestgehend im Dunkeln. Insbesondere über seine Schulbildung und die Frage, ob er eine Universität besuchte, ist nichts bekannt. Sicher ist, dass er um 1597 heiratete und gemeinsam mit seiner Frau Sara acht Kinder hatte, von denen zumindest ein Sohn am Leben blieb.
Aus dem Titelblatt seines Rechenbuches geht hervor, dass Reinhard in seiner Heimatstadt als Organist und Notarius, das heißt als amtlicher Schreiber, wirkte. Seine Tätigkeit als Rechenmeister hingegen ist allein durch einen Eintrag in der Schneebergischen_Stadt-_und_Bergchronik von Christian Meltzer aus dem Jahr 1716 belegt. Als Organist wird Reinhard in den Kirchenbüchern der Stadt Schneeberg 1608 zum ersten Mal genannt. Im Verzeichnis der Schneeberger Kantoren findet sich der Hinweis, er habe mehrere beachtliche Kompositionen hinterlassen.
Reinhard starb am 1. Juni 1613 in Schneeberg und wurde zwei Tage später dort begraben.
Das Rechenbuch
Einer Aufgabe in seinem Rechenbuch Drei Register Arithmetischer ahnfeng zur Practic lässt sich entnehmen, dass Reinhard das Werk um 1598/1599 im Alter von 27 Jahren verfasste. Der Text der Aufgabe lautet:
Im Jahr 1599 bat Reinhard Druckprivileg für sein Rechenbuch. Seine Bitte an die Landesfürstin unterstrich er durch die Übersendung eines kunstvoll ausgestalteten Manuskripts, das überliefert wurde und heute in der Bibliothek des Hamburger Christianeums aufbewahrt wird. In einer auf den 8. Mai 1599 datierten Vorrede schrieb er darin:
Sophie kam dieser Bitte offenbar nach, denn in seinem auf den 11. November datierten Vorwort der 1599 in Grundrechenarten, das Ziehen von Wurzeln und die Bruchrechnung. Im zweiten Kapitel geht Reinhard auf siebzehn Einzelthemen aus der Rechenpraxis ein:
Das dritte ? im Vergleich zu den beiden vorangegangenen recht kurze ? Kapitel behandelt mit der Schneeberg (Erzgebirge)
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