Andreas Joseph Hofmann
Andreas Joseph Hofmann (14. Juli 1752 in Zell am Main; ? 6. September 1849 in Winkel) war ein deutscher Philosoph und Revolutionär und einer der Hauptakteure der Konsulat in der Verwaltung des Département Donnersberg tätig.Jugend und Ausbildung
Nach dem frühen Tod von Hofmanns Vater, einem Chirurgen, wurde er von seinem Onkel Franz Xaver Fahrmann, Professor für Moraltheologie an der Universität Würzburg erzogen. Nach einem Jahr an einem Jesuitenseminar studierte er Jura an den Universitäten Mainz und Würzburg.
Als Revolutionär in Mainz
in Kurmainz war er von Anfang an ein Befürworter der Französischen Revolution und wurde von den kurmainzischen Behörden bespitzelt. Als die französische Armee unter General_Custine Mainz am 21. Oktober 1792 einnahm, waren der Kurfürst und sein Hof bereits geflohen.
Zwei Tage später war Hofmann einer der Gründer des Mainzer Jakobinerclubs und wurde eines der aktivsten Mitglieder. Der populäre und redegewaltige Hofmann kritisierte in seinen vielen Reden sowohl das ancien regime des Kurfürsten als auch die Politik der französischen Militärregierung. Er half bei der Organisation der Wahlen zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent mit, insbesondere in ländlichen Gebieten, wurde in dieses erste demokratische deutsche Parlament gewählt und zu dessen Präsident bestimmt. Am 18. März 1793 rief Hofmann vom Balkon des Deutschhauses aus die erste Republik auf deutschem Boden aus, den Rheinisch-Deutschen Freistaat.
In französischen Diensten
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Nach dem Ende der Republik in der Belagerung von Mainz konnte Hofmann die Stadt mit den abrückenden Franzosen verlassen. Er ging ins Exil nach Paris, wo er in der Societé des Refugiés Mayençais, einer Vereinigung von exilierten Mainzer Revolutionären aktiv war.Schweigard, Die Liebe zur Freiheit, S. 151 Nach einer kurzen Zeit in der Armee wurde er als Spion nach London geschickt, wurde dort aber von seinem früheren Studenten Klemens_von_Metternich, der in Mainz studiert hatte, erkannt und musste fliehen. Nach seiner Rückkehr nach Paris wurde er unter dem Direktorium Leiter des bureau des étrangers. Nachdem die linksrheinischen Gebiete wieder unter französische Kontrolle gekommen waren, wurde Hofmann 1797 oberster Steuerbeamter des Departement Donnersberg und kehrte nach Mainz zurück.
Nach Napoleons endgültiger Niederlage zog sich Hofmann ins Privatleben zurück und verbrachte den Rest seines Lebens in Winkel, wo er im September 1849 starb.
Schriften
*Der Aristokraten-Katechismus. Ein wunderschönes Büchlein, Mainz 1792
Weblinks
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