Andreas Hermann Landl
Andreas Hermann Landl (2._Jänner 1960 in Wien) ist ein österreichischer Ökonom, Friedensaktivist, Sozialwissenschafter, Friedensforscher, Berater, Trainer und Journalist.Andreas Landl wurde 2002 bekannt, als er vor und während des Irakkriegs das Onlinemagazin [www.friedensnews.at] und die Radiosendung Friedensstiftung - Peace Conversation aufbaute, die von 2002 bis 2004 auf der ORF MW 1476 ausgestrahlt wurde. Heute ist friedensnews.at eines der erfolgreichsten Online-Magazine der Zivilgesellschaft in Österreich. Seit 2006 gilt Andreas Landl als aktivster und international bekanntester österreichischer Friedensjournalist. Er versteht sich in der Tradition von Johan Galtung und Alfred Hermann Fried als 'Rationaler Pazifist'. Unbewusste Pathologien und Traumatisierungen versucht er, mit hypnotherapeutischer Sprachepraxis, Humor und Vernunft, im Sinne der Dialektik der Aufklärung, zu diagnostizieren und zu heilen.
Leben und Werk
Andreas Landl wird 1960 in Wien geboren. Er wächst bis 1969 im niederösterreichischen Guntramsdorf auf. Die folgenden Jahre bis zum Matura lebt er in Dornbirn 1979 maturiert in der Handelsakademie Bregenz und beginnt sein Studium der Volkswirtschaft an der Universität Wien
Anti-Atom-Potitik und Friedenspolitik
1980 Zivildienst beim Roten Kreuz in Mödling. Während seines Zivildienstes wird er zum Obmann der 'ARGE Zivildienst' und ist aktiv in der Friedensbewegung. Im Rahmen dieser Tätigkeit organisiert er die Österreichische Trainings- und Bezuggruppen für Internationale gewaltfreie Märsche. Er engagiert sich gegen die NATO-Nachrüstung und die Aufrüstung in Ost- und West wendet. Außerdem befasst er sich mit Direkten Gewaltfreier Aktion und wirkt bei der Organisation zahlreicher Friedenskundgebungen mit.
Friedensjournalismus
Im Rahmen der Zeitschriften 'Der Zivildienst' und 'Gewaltfreier Widerstand' und in Studentenzeitschirften sammelte er erste redaktionelle Erfahrungen. Die Sondernummern: 'In jetem AKW steckt eine Atombombe' und 'Abfangjäger - Schatten über Österreich' leisteten wichtige Beiträge für das erste österreichische Anti-Abfängjäger-Volksbegehren 1985 und den Ausstieg Österreichs aus der Atompolitik. Die Freiheit Österreichs von Atomwaffen und Kernkraftwerken ist heute nach der Katastrophe von Tschernobyl in der Verfassung abgesichert.
Wissenschaftliche Arbeiten
= Sozialwissenschaft und Friedensforschung
=1983 als Studienrichtungsvertreter für Volkswirtschaftslehre initiiert Andreas Landl gemeinsam mit dem 'Friedenskomitee SOWI' die 'Projektstudiengruppe Rüstungsökonomie'. Er gründet mit dieser Gruppe in der Folge den Verein 'Conversion 2006' der sich mit er Umstellung von Rüstungsproduktion auf Friedensproduktion befasst. Diese Projektstudiengruppe organisierte gemeinsam mit Professor Alexander Van der Bellen ein Projektstudium an der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien.
1988 Arbeitsumstellung und Umstellungsarbeit in Österreich - Lokal und global befriedigendere Produktion statt Rüstung
Regionalpolitik und Wirtschaftspolitik
1987 erscheinen in Peter Fleissner (Hg.): Technologie und Arbeitswelt in Österreich, Trends bis zur Jahrtausendwende die ersten wissenschaftlichen Aufsätze von Andreas Landl.
1989-1991 entstanden am Ludwig Boltzmann-Institut für Wachstumsforschung, Wien gemeinsam mit Ruth Finder das Standardwerk: Europäischer Binnenmarkt und Regionalentwicklung (ORAC, Wien 1990) und Beiträge zur Arbeitsmarkttheorie im Bereich: Ökonomische Effekte von Mindestlohn (in: Schriftenreihe des Sozialministeriums)
1991-1992 Arbeit als Sozioökonomischer Systemanalytiker bei der Studiengruppe für Internationale Analysen in Laxenburg; Empirische und theoretische Arbeit zur: Messung von ökologischen Leistungen
Projektleitung in Projekt zur Transition in Osteuropa: Mensch und System im Wandel; Regionalstudien: Ungarn, Jugoslawien, DDR, Sowjetunion vor dem Zerfall.
1992-1996 Referent im Österreichischen Bundeskanzleramt Sektion Koordination, Raumplanung und Regionalpolitik, Wirtschaftsförderung und Strukturpolitikd
Beratung und Lehrtätigkeit
Seit 1996 arbeitet A.H. Landl als Organisations- Unternehmensberater vorwiegend in Ostösterreich. Von 1997 bis 2000 arbeitet er auch als Lehrer für kaufmännische Fächer in der Handelsakademie Oberpullendorf.
Seit 2000 arbeitet er als freier Trainer, Berater und Journalist.
Seit 2006 Lehrbeauftragter an der FH St. Pölten (Schreiben für das Web).
2006 Projektkoordinator, Moderator des Symposions 20 Jahre Friedensstadt Linz - Kommunale Friedenspolitik und Globalisierung der Unsicherheit
2007 Intensive Befassung mit Friedensjournalismus und neuen Spielregeln für Medien in der Konfliktberichterstattung.
Siehe auch
Kriegsberichterstatter
Embedded Journalist
Friedensjournalismus

