Andrea dei Bruni
Andrea dei Bruni (1355 in Bologna; ? 1377 in Ancona) war ein Maler aus Bologna.Der Kunstkritiker Francesco Arcangeli schrieb Bruni Werke zu wie zum Beispiel ein Polyptychon in Fermo in der öffentlichen Bibliothek, das auf das Jahr 1369 datiert ist und von Bononia natus Andreas signiert wurde, sowie die Madonna der Demut in Corridonia (Kirche San Agostino), signiert und datiert auf das Jahr 1372. Giuseppe Longhi hatte diese Werke bereits von denen des Andrea de' Bartoli unterschieden, eines weiteren Malers und Zeitgenossen von Bruni aus Bologna. Brunis Figuren sind naiv im Ausdruck einfach gezeichnet, obwohl einige Gestalten vom Polyptychon aus Fermo den verfeinerten Stil des Andrea de' Bartoli widerspiegeln.
Die Architekturelemente der Gemälde zeigen Interesse an Fläche, womöglich durch den Stil der Fresken der Basilika San Francesco im nahegelegenen Assisi inspiriert.
Einige Fresken aus dem Hauptschiff der Abteikirche in Pomposa mögen frühe Werke aus dem Jahre von etwa 1355 sein. Einfacher gestaltete Fresken befinden sich in der Kirche San Maria della Rocca in Offida, und eine feiner ausgearbeitete Krönung der Jungfrau Maria mit musizierenden Engeln kürzlich aus der Kirche San Niccolò in Osimo entfernt, zeigt, daß Andreas expressiver an Vitale da Bologna angelehnter Stil in den Marken Gefallen fand, und er eventuell in den Diensten von Giovanni da Oleggio stand, der im Jahre 1360 päpstlicher Vikar in Fermo wurde.
Literatur
SAUR Allgemeines Künstlerlexikon (Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker), Band 3 (Alvarez-Angelin), K.G.Saur, München, Leipzig, 1992. S. 510-511. (Hier wird Andrea de' Bartoli als ANDREA DA BOLOGNA benannt im Unterschied zu Andrea de' Bruni aus Bologna).

