André Pilette
André Pilette (6. Oktober 1918 in Paris; ? 27. Dezember 1993 in Etterbeek) war ein belgischer Formel-1- und Sportwagenrennfahrer.André entstammte einer motorsportbegeisterten Familie, schon sein Vater Theodore Pilette bestritt in den Jahren vor dem Ersten_Weltkrieg Grand-Prix-Rennen auf Mercedes und erreichte 1913 einen fünften Platz bei den Indianapolis 500. Auch Andrés Sohn Teddy Pilette war in den 1970ern ein erfolgreicher Rennfahrer.
André begann seine Motorsportkarriere in den Jahren nach dem Zweiten_Weltkrieg, zunächst bei belgischen Sportwagenrennen. Über 15 Jahre hinweg erstreckte sich seine Laufbahn bei Formel 1 und Sportwagenrennen, in den meisten Fällen trat er als Privatfahrer an und erreichte in Anbetracht seines unterlegenen Materials achtbare Resultate.
Nach den Anfangsjahren bei Talbot und Connaught stieß er zum Gordini-Rennstall, für den er beim GP_von_Belgien_1954 als Fünfter sein bestes Formel-1-Resultat erzielte. Ein schwerer Unfall beim Training für den GP_von_Deutschland_1956 stoppte seine Karriere für mehr als zwei Jahre. Pilette hatte auch Verbindungen zu Ferrari. Er startete für die Italiener beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und konnte 1959 einen vierten und 1960 sogar einen zweiten Platz erreichen.
Im Gegensatz zu seiner Sportwagenkarriere verlief Pilettes weitere Formel-1-Karriere debakulös. Offensichtlich trieb ihn nur seine Lust am Rennfahren dazu, mit völlig unterlegenen Marken wie Emeryson oder Scirocco oder einem ausrangierten Lotus anzutreten; Erfolge waren ihm keine mehr vergönnt.
1964 beendete er seine Karriere endgültig und wurde Leiter einer Rennfahrerschule in Zolder.

