Andorn
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Marrubium vulgare
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| class="Person" | L.
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Der Andorn (Marrubium vulgare) ist eine Heilpflanze und gehört zu den Lippenblütlern.
Die Pflanze wird 30-80 cm hoch mit 4-kantigen Stängeln. Die weißen Blüten sind in dichten Scheinquirlen in den Blattachseln angeordnet. Man erkennt den Andorn an den hakig verdornten Spitzen der zehn Kelchblätter, daher auch sein deutscher Name. Die ganze Pflanze riecht leicht thymianartig.
Vorkommen
Der Andorn gehört wie Katzenminze, Wermut und Beifuß zu den Ruderalpflanzen , die seit der Jungsteinzeit die Siedlungen der Menschen begleitet haben. Kulturgeschichtlich sind auch die Namen Mäusedorn und weißer Andorn bekannt, wie der großformatige Kupferstich aus der berühmten Folge des " Garten von Eichstätt " von Basilius Besler (1561 - 1629) belegt http://www.zvab.com/index.html?item=1412999525&meta_engine=kvk Hortus Eystettensis: Marrubium vulgare ( Mäusedorn, weißer Andorn ) - Marrubium creticum angu Eichstätt, Nürnberg, 1613.
Wirkung
Plinius weist auf seine Wirkung gegen Schlangenbisse und Gift hin. Nach Walafried Strabo hilft Andorntee gegen "ärgerliche Beklemmungen". Aktuell werden folgende Wirkungen angegeben:
Schleimlösend und galletreibend; hilft bei Appetitlosigkeit; leicht regelfördernd.
Der Andorn enthält den glykosidischen Bitterstoff Marrubin, ätherische_Öle , Schleim, Harze, Wachse und Gerbstoffe.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Süd- und Mitteleuropa. Teilweise findet man ihn auch in Nordeuropa. Er ist vom Aussterben bedroht. Zu den bevorzugten Standorten gehören trockene Hänge, Weiden und Wegränder, magere Wiesen und Schuttplätze.
Literatur
* Mannfried Pahlow: Das Große Buch der Heilkräuter, Bechtermünz, Augsburg 2002, ISBN 3-8289-1839-5
* Gunter Steinbach (Hrsg.): Beeren, Wildgemüse, Heilkräuter, Mosaik-Verlag, München 1996, ISBN 3-576-10696-0
* Hans-Dieter Stoffler: Der Hortulus des Walafrid Strabo. Aus dem Kräutergarten des Klosters Reichenau'', Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-3506-3
Weblinks
Quellen
• Andorn im Madaus

