Anders Askevold
Anders Monsen Askevold (25. Dezember 1834 in Sunnfjord; ? 22. Oktober 1900 in Düsseldorf) war ein norwegischer Landschaftsmaler. 1847-54 war er Schüler von Hans Leganger Reusch und 1855-59 Schüler Hans Fredrik Gudes in Düsseldorf. Zwischen 1860 und 1880 lebte er in Bergen. Mit Gude, Johan Frederik Eckersberg und Morten Müller gehörte er zu den beliebtesten Künstlern seiner Zeit, der Spätromantik in Norwegen. Ihn interessierten neben norwegischen Landschaften schon in seiner Studienzeit besonders Kühe, die er bis 1880 bevorzugt malte.
Die Nationalgalerie Oslo besitzt eine Reihe seiner Studien vor allem von Kühen, aber auch von Booten, Felsen und anderen Details, außerdem eines seiner großen Bilder ins Wasser steigender Kühe. Sein Anliegen war es, Tier-, Genre- und Landschaftsmalerei zu verbinden. Er knüpfte damit an die gemeinsamen Bemühungen von Gude und Adolph Tidemand an, Landschaft und Genre zu vereinigen.
Gegen 1880 gab Askevold das Kuhthema auf und wandte sich dem Festlandsfjord zu, der schon in den 1870er Jahren für ihn wichtiger geworden war. Seine Fjordlandschaften werden von Einheimischen bevölkert, zuweilen ist auch ein Dampfer zu sehen, wodurch sich Askevold als Realist ausgibt. Die in der späteren Jahren entstandenen Bilder ähneln einander oft. Die Ursache ist im Käuferkreis zu suchen, der seit den 80er Jahren hauptsächlich aus Touristen bestand, die das Land vom Kreuzfahrtschiff aus erlebten und in den Gemälden Reiserinnerungen sahen. Wie viele norwegische Maler lebte er später überwiegend in Düsseldorf, von wo aus die Bilder gut zu vermarkten waren.
Ehefrau Cathrine Maria Didrikke Gran, 8 Kinder, von denen Ingolf (1875-1951) als Pädagoge bekannt wurde.
Werkbeispiele
*Sommertag am See mit Kühen, 1876, 112x218 cm, Nationalgelerie Oslo
*Einschiffung von Kühen, 1869, 62x97 cm, Kunstmusem Bergen
*Kühe im Wald, 1870, 44m3x62 cm, Kunstmuseum Bergen
*Blomqvist Kunsthandel Oslo

